Ein ukrainischer Angriff auf eine große russische Mikroelektronikfabrik könnte unmittelbare Folgen für Moskaus Waffenproduktion haben. Analysten sagen, dass die Schäden die Produktion einiger der wichtigsten russischen Raketensysteme verlangsamen könnten.
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Ukrainische Streitkräfte griffen das Werk Kremniy El in Brjansk an, eine Anlage zur Herstellung elektronischer Komponenten, die in moderner Militärausrüstung verwendet werden, berichtet WPTech unter Berufung auf Aussagen gegenüber Kyiv24.
Serhij Kuzan, Leiter des Ukrainischen Zentrums für Sicherheit und Zusammenarbeit, bezeichnete den Angriff als schweren Schlag für Russlands Rüstungsindustrie.
Wichtiger Militärzulieferer
Kuzan sagte, das Werk spiele eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Elektronik, die in fortschrittlichen Waffensystemen eingesetzt wird.
Zu den am stärksten betroffenen Programmen könnte das Raketensystem Iskander gehören, das auf spezialisierte Mikroelektronik für Steuerung und Lenkung angewiesen ist.
Er fügte hinzu, dass auch andere Waffensysteme, die hochwertige elektronische Komponenten benötigen, von den Schäden betroffen sein könnten.
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Laut Kuzan könnte der Angriff die Zahl der Raketen verringern, die Russland in naher Zukunft produzieren kann.
Wiederholtes Ziel
Die Anlage in Brjansk ist Berichten zufolge während des Krieges mehrfach angegriffen worden.
Kuzan sagte, die Ukraine habe das Werk zuvor sechs- oder siebenmal angegriffen, hauptsächlich mit Drohnen.
Bei der jüngsten Operation seien neben Drohnen auch Raketen eingesetzt worden, was seiner Einschätzung nach deutlich größere Zerstörungen verursacht habe.
Störung der Produktion
Nach Angaben von Kuzan wurde eine der Abteilungen der Fabrik vollständig zerstört, während mehrere andere Einrichtungen beschädigt wurden.
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Dieses Ausmaß an Schäden könnte die Bemühungen erschweren, die Produktionslinien in der Anlage schnell wieder in Betrieb zu nehmen.
Er deutete außerdem an, dass der Angriff Russlands Fähigkeit einschränken könnte, über inoffizielle Lieferkanäle beschaffte westliche Mikrochips in seine Waffensysteme zu integrieren.
Quellen: WPTech, Kyiv24