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Trump ermächtigt Privatfirmen zu Cyberangriffen auf ausländische Ziele

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Trump gewährt Unternehmen Zugang zu Befugnissen, die einst weitgehend der US-Regierung vorbehalten waren.

Donald Trump erweitert den Ansatz der amerikanischen Regierung im Kampf gegen Cyberkriminalität, indem er private Unternehmen direkt in Operationen gegen kriminelle Gruppen im Ausland einbezieht.

Ein vom Präsidenten am Mittwoch unterzeichnetes Memorandum zur nationalen Sicherheit schafft einen Rahmen, innerhalb dessen zugelassene Unternehmen an offensiven Cyberoperationen gegen ausländische Organisationen teilnehmen könnten.

Anstatt Unternehmen uneingeschränkte Befugnisse zu erteilen, um unabhängig Angriffe zu starten, stellt die Richtlinie teilnehmende Firmen unter Bundesaufsicht und begrenzt ihre Aktivitäten auf von Washington genehmigte Ziele und Operationen.

Cyberoperationen, die ausländische Computersysteme stören oder beschädigen können, blieben traditionell weitgehend im Zuständigkeitsbereich von Regierungs- und Geheimdiensten.

Trumps Memorandum öffnet einen Teil dieses Gebiets für private Unternehmen.

Laut Angaben des Weißen Hauses wurden Bundesbehörden angewiesen, „die Fähigkeiten und Innovationen des Privatsektors zu nutzen, um diese Cyberoperationen unter der Leitung, Kontrolle und Autorität der US-Regierung durchzuführen“.

Unternehmen würden daher als Partner und nicht als unabhängige Cyberkräfte agieren.

Bundesbehörden könnten „begrenzte Cyberoperationen auf Anweisung der US-Regierung“ genehmigen, wobei im Ausland ansässige kriminelle Organisationen zu den beabsichtigten Zielen gehören.

Laut The Guardian hat Trumps Regierung Ransomware-Operationen, Finanzbetrug und andere international organisierte Cyberkriminalität als besondere Anliegen identifiziert.

Operationen könnten Systeme stören oder zerstören

Die Verantwortung für die Einrichtung des neuen Programms wird dem Ministerium für Innere Sicherheit obliegen, in Zusammenarbeit mit dem Justizministerium.

Teilnehmende Unternehmen müssten zunächst ein Überprüfungsverfahren durchlaufen. Zugelassene Firmen könnten anschließend sowohl „Cyber-Überwachungsoperationen“ als auch aggressivere „Cyber-Effekt-Operationen“ gegen festgelegte Ziele durchführen.

Der Umfang der letzteren Kategorie könnte erheblich sein.

„Cyber-Effekte umfassen die potenzielle Manipulation, Störung, Verweigerung, Beeinträchtigung oder Zerstörung von Informationssystemen, Netzwerken, physischer oder virtueller Infrastruktur, die von Informationssystemen kontrolliert wird, oder darauf befindlichen Informationen“, heißt es in dem Memorandum.

Private Unternehmen könnten auch Vereinbarungen mit anderen Unternehmen und verschiedenen Regierungsebenen treffen, um Informationen über ausländische kriminelle Organisationen zu sammeln.

Gesammelte Informationen könnten dann genutzt werden, um potenzielle Operationen gegen identifizierte Bedrohungen vorzuschlagen.

Trump-Regierung hatte den Kurswechsel angedeutet

Washingtons Entscheidung folgt früheren Anzeichen, wonach die Regierung beabsichtigte, dass Unternehmen eine wesentlich größere Rolle in der amerikanischen Cyberstrategie spielen sollten.

Eine im März veröffentlichte nationale Cybersicherheitspolitik versprach Anreize, die darauf abzielen, „den Privatsektor“ gegen ausländische Gegner „loszulassen“.

Das Memorandum vom Mittwoch bietet einen klareren Mechanismus, um diese Politik in die Praxis umzusetzen.

Rechtsexperten haben zuvor hinterfragt, wie Unternehmen, die an offensiven Operationen teilnehmen, die Risiken bewältigen könnten, die mit der Beteiligung an internationalen Cyberkonflikten verbunden sind.

Die Bundesaufsicht ist folglich ein zentrales Merkmal des neuen Rahmens, wobei private Teilnehmer unter Regierungsautorität handeln, anstatt ihre eigenen Ziele auszuwählen.

Die Politik kommt zu einem Zeitpunkt, da Regierungen mit zunehmend ausgeklügelten digitalen Angriffen und wachsender Besorgnis über den potenziellen Einsatz künstlicher Intelligenz durch Hacker konfrontiert sind.

Leistungsstarke KI-Systeme haben die Fähigkeit demonstriert, Schwachstellen in veralteter Cybersicherheitsinfrastruktur zu identifizieren und auszunutzen, was den bestehenden Bedenken hinsichtlich Ransomware und organisierter Cyberkriminalität eine weitere Dimension hinzufügt.

Die amerikanische Infrastruktur war in diesem Jahr bereits erheblichen Angriffen ausgesetzt. Hacker zielten auf kritische Systeme in mehreren Bundesstaaten ab, einschließlich Wasserversorgungsanlagen, wo Angriffe zu Betriebsunterbrechungen führten.