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Die weltweit ersten humanoiden Robotersoldaten treffen an der ukrainischen Front ein

Phantom MK-1
Youtube/OTOFOOTAGE

Die Menschen haben sich schon immer Sorgen gemacht, dass Roboter eines Tages menschliche Arbeitskräfte ersetzen könnten.

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Von Fabriken bis hin zu Büros hat die Vorstellung, dass Maschinen Arbeitsplätze übernehmen, sowohl Faszination als auch Angst ausgelöst.

Auf dem Schlachtfeld könnte die Reaktion jedoch ganz anders ausfallen. An einem Ort, an dem ständige Gefahr herrscht, würden viele Soldaten die Idee begrüßen, eine Maschine anstelle eines Menschen in Gefahr zu schicken.

Der Krieg in der Ukraine könnte nun einen Einblick in diese Zukunft geben.

Robotersoldaten im Einsatz

Laut dem Time Magazine, zitiert von L’Independent, hat die amerikanische Firma Foundation zwei Prototypen ihres humanoiden Kampfroboters Phantom MK-1 in der Ukraine eingesetzt.

Die Maschinen sollen im Februar eingetroffen sein und werden in der Nähe der Frontlinie für Tests unter realen Bedingungen eingesetzt.

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Im Gegensatz zu Drohnen oder ferngesteuerten Fahrzeugen hat der Phantom MK-1 ein humanoides Aussehen mit einem dunklen Metallkörper und einer visierartigen Gesichtsmaske.

Beobachter sagen, dass das Design den Roboter eher wie einen menschlichen Soldaten aussehen lässt als andere Militärmaschinen.

Bewaffnete Fähigkeiten

Bei Demonstrationen wurde der Roboter beim Einsatz verschiedener Arten von Waffen gezeigt.

Laut Time wurde der Phantom MK-1 mit einer Pistole, einer Schrotflinte und einem M16-Sturmgewehr ausgestattet.

Mike LeBlanc, ein ehemaliger US-Marine und Mitbegründer von Foundation, argumentierte, dass der Einsatz von Robotern im Kampf die Risiken für menschliche Soldaten verringern könnte.

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„Wir glauben, es ist moralisch zwingend, diese Roboter anstelle von Soldaten in den Kampf zu schicken“, sagte er.

LeBlanc fügte hinzu, dass das System für den Einsatz von Waffen gedacht ist, die auch ein menschlicher Soldat verwenden könnte.

Militärische Nutzung

Entwickler sagen, dass die Roboter auf dem Schlachtfeld verschiedene Aufgaben erfüllen könnten.

Zusätzlich zur Aufklärung könnten die Maschinen verwendet werden, um Vorräte zu liefern, feindliche Kräfte abzulenken oder militärische Operationen zu unterstützen.

„Dank einer thermischen Signatur, die der von Menschen ähnelt, könnten Roboter wie Phantom auch die feindliche Überwachung stören“, erklärte LeBlanc.

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Zukünftige Entwicklung

Die Technologie hat das Interesse des US-Militärs geweckt.

Dem Bericht zufolge hat Foundation Forschungsaufträge von mehreren Zweigen der amerikanischen Streitkräfte erhalten.

Zukünftige Tests könnten den Einsatz von Robotern zum Anbringen von Sprengstoff an Türen umfassen, um Truppen einen sichereren Eintritt in Gebäude zu ermöglichen.

Während das aktuelle MK-1-Modell noch technische Probleme aufweist, darunter Probleme beim Transport, entwickelt das Unternehmen bereits eine verbesserte Version.

Das nächste Modell, Phantom MK-2, soll im April mit verbesserter Wasserdichtigkeit, längerer Akkulaufzeit und der Fähigkeit, bis zu 80 Kilogramm Ausrüstung zu tragen, auf den Markt kommen.

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Quellen: Time Magazine, The Independent