Ein gemeldeter Angriff in der Nähe einer nuklearen Anlage hat angesichts eskalierender regionaler Spannungen neue Besorgnis ausgelöst.
Der Vorfall ereignet sich, während die Kämpfe zwischen Iran, den Vereinigten Staaten und Israel weiter an Intensität zunehmen.
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Laut Kyiv Independent traf am 17. März ein „feindliches Geschoss“ das Gebiet des iranischen Kernkraftwerks Buschehr.
Einschlag nahe dem Reaktor
Die staatlich verbundene Nachrichtenagentur Tasnim berichtete unter Berufung auf die iranische Atomenergieorganisation, dass das Geschoss am Abend das Gelände getroffen habe.
Es wurden weder Opfer noch Schäden gemeldet, und die Strahlungswerte blieben stabil, erklärten Behörden.
Die Internationale Atomenergie-Organisation bestätigte, informiert worden zu sein; Generaldirektor Rafael Grossi rief zur Zurückhaltung auf, um das Risiko eines nuklearen Unfalls zu vermeiden.
Russische Präsenz
Die Anlage in Buschehr am Persischen Golf ist Irans einziges in Betrieb befindliches Kernkraftwerk und beherbergt russisches Personal.
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Laut Kyiv Independent sind Mitarbeiter des russischen Staatskonzerns Rosatom an laufenden Reaktorbauarbeiten vor Ort beteiligt.
Rosatom-Chef Alexei Lichatschow verurteilte den Vorfall als „eklatante Missachtung grundlegender Regeln und Prinzipien der internationalen Sicherheit“ und fügte hinzu, dass keine russischen Mitarbeiter verletzt worden seien.
Evakuierung läuft
Nach dem Vorfall begann Rosatom laut Bericht mit der Evakuierung seines Personals.
Die Bauarbeiten an weiteren Reaktoren wurden pausiert, während Hunderte von Fachkräften weiterhin vor Ort bleiben, während weitere Evakuierungsschritte vorbereitet werden.
Der Kyiv Independent berichtet, dass sich zu diesem Zeitpunkt rund 480 russische Arbeiter in der Anlage befanden.
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Breiterer Konflikt
Der Angriff erfolgt vor dem Hintergrund eines umfassenderen Konflikts, der Ende Februar begann, als die USA und Israel Angriffe auf Iran starteten.
Teheran reagierte mit Raketen und Drohnen in der gesamten Region und störte zudem Schifffahrtsrouten, was zu steigenden globalen Energiepreisen beitrug.
Beziehungen und Spannungen
Der Kyiv Independent weist darauf hin, dass Russland und Iran in den vergangenen Jahren ihre militärischen und wirtschaftlichen Beziehungen vertieft haben, einschließlich einer Zusammenarbeit im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine.
Iran hat Drohnen geliefert, die von russischen Streitkräften eingesetzt werden, während Moskau westliche Angriffe auf Iran kritisiert hat.
Gleichzeitig bestehen weiterhin Sorgen hinsichtlich der nuklearen Sicherheit in Konfliktzonen, wobei frühere Warnungen mit Kämpfen rund um das ukrainische Kernkraftwerk Saporischschja in Verbindung standen.
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Quellen: Kyiv Independent, Tasnim News Agency, IAEA