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China verurteilt Israel nach nächtlichen Angriffen, bei denen iranische Amtsträger getötet wurden

Official press conference of China
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Nächtliche Angriffe innerhalb Irans haben die Spannungen deutlich verschärft, wobei Israel offen die Verantwortung für gezielte Angriffe auf hochrangige Persönlichkeiten übernommen hat. Innerhalb weniger Stunden reagierte China mit einer deutlichen Stellungnahme und äußerte Besorgnis darüber, dass sich der Konflikt über seine derzeitigen Grenzen hinaus ausweiten könnte.

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Die jüngsten Entwicklungen deuten auf eine schnellere und direktere Phase in der langjährigen Konfrontation zwischen Israel und Iran hin.

Israel hat die Verantwortung für mehrere Angriffe auf hochrangige iranische Amtsträger übernommen, berichtet das polnische Nachrichtenportal O2 unter Berufung auf die polnische Nachrichtenagentur Polska Agencja Prasowa (PAP). Iranische Behörden bestätigten den Tod von Geheimdienstminister Esmail Khatib und erklärten, dass auch weitere hochrangige Militär- und Sicherheitsvertreter getötet wurden.

PAP berichtete, dass Israels Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, die Armee habe die Genehmigung erhalten, hochrangige iranische Amtsträger ohne weitere Zustimmung anzugreifen. Diese Aussage deutet auf einen Übergang zu schnelleren und weniger eingeschränkten Operationen hin.

Die Angriffe, von denen einige über Nacht gemeldet wurden, scheinen sich gegen die iranische Führungsspitze zu richten und signalisieren ein aggressiveres Vorgehen.

Peking reagiert

China reagierte nahezu umgehend. Bei einer Pressekonferenz in Peking verurteilte der Sprecher des Außenministeriums, Lin Jian, sowohl die Politik als auch die Angriffe.

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„Wir sind schockiert über diese Aussagen. Wir lehnen die Anwendung von Gewalt in den internationalen Beziehungen ab. Die Ermordung iranischer Staatsführer und Angriffe auf zivile Ziele sind völlig inakzeptabel“, sagte Lin, schreibt das Außenministerium der Volksrepublik China.

China unterhält enge Beziehungen zu Iran und hat gezielte Tötungen stets abgelehnt. Dieses Mal war der Ton schärfer, was die Sorge über die rasche Entwicklung der Ereignisse widerspiegelt.

Israel hat argumentiert, dass solche Operationen notwendig seien, um Bedrohungen aus Iran entgegenzuwirken, was die Kluft zwischen den beiden Positionen verdeutlicht.

Der Druck wächst

Peking verwies zudem auf den zunehmenden internationalen Druck, die Gewalt zu beenden. Lin sagte, mehrere Länder forderten einen sofortigen Waffenstillstand.

„Die internationale Gemeinschaft fordert in weiten Teilen einen raschen Waffenstillstand und ein Ende der Feindseligkeiten“, sagte er.

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Laut PAP haben die Angriffe zentrale Akteure innerhalb der iranischen Sicherheitsstruktur getroffen, was die Wahrscheinlichkeit einer Reaktion aus Teheran erhöht, auch wenn die dortigen Behörden die interne Stabilität betonen.

Sollten weitere Angriffe in rascher Folge erfolgen, könnten diplomatische Bemühungen schnell an Boden verlieren, wodurch weniger Möglichkeiten verbleiben, die Folgen einzudämmen.

Quellen: Polska Agencja Prasowa (PAP), Reuters, O2, das Außenministerium der Volksrepublik China