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Orbán sagt, Europa werde ohne russisches Öl nicht überleben, und bezeichnet die EU als „verrückt“

Victor Orban, Hungary
Gints Ivuskans / Shutterstock.com

Die Spannungen innerhalb der Europäischen Union nehmen zu, da die Meinungsverschiedenheiten über die Energiepolitik und die Unterstützung für die Ukraine tiefer werden. Ungarns Ministerpräsident hat eine deutliche Warnung ausgesprochen, die den aktuellen Kurs des Bündnisses infrage stellt.

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Seine Äußerungen erfolgen, während die EU-Staats- und Regierungschefs weiterhin darauf drängen, die Abhängigkeit von russischer Energie zu verringern, berichtet Ukrainska Pravda.

Scharfe Kritik

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán bezeichnete den Ansatz der EU zum Ausstieg aus russischem Öl laut Ukrainska Pravda unter Berufung auf European Pravda als „verrückt“.

„Tatsache ist, dass es derzeit bereits an die Tür klopft – ein globaler Ölmangel. Daher ist das Verhalten und die Strategie der Europäer hier einfach verrückt.“

Er argumentierte, dass Europa weiterhin stark von russischen Energielieferungen abhängig sei.

„Wir brauchen also definitiv russisches Öl. Wir können diese Situation unter diesen Bedingungen nicht überstehen, und sie wird immer ernster, ohne die Einbeziehung russischer Energie. Europa kann ohne das nicht überleben.“

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Politischer Konflikt

Orbán warf den EU-Institutionen zudem vor, Einfluss auf die Innenpolitik Ungarns nehmen zu wollen.

Er behauptete, dass Akteure in Brüssel einen Regierungswechsel nach den kommenden Wahlen anstreben.

„Hier in Brüssel denken viele …, dass der einzige Ausweg aus dieser Situation darin besteht, dass die nationale Regierung die Wahl verliert und eine pro-ukrainische Regierung gebildet wird.“

Er behauptete außerdem, dass Ungarns Opposition von außen unterstützt werde.

Anhaltender Stillstand

Die Aussagen folgen auf Kritik von EU-Staats- und Regierungschefs an Ungarn, weil es ein großes Finanzpaket für die Ukraine blockiert.

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Orbán hat sich geweigert, sein Veto gegen Entscheidungen zur Unterstützung Kyjiws aufzuheben, solange die russischen Öllieferungen durch die Druschba-Pipeline nicht wieder aufgenommen werden.

Die Pipeline wurde kürzlich beschädigt, was den umfassenderen Energiestreit weiter verschärft.

Energiespannungen

Die Europäische Union hat die Zusage der Ukraine begrüßt, die Pipeline innerhalb weniger Wochen zu reparieren.

Der Konflikt verdeutlicht jedoch die anhaltenden Spannungen zwischen den Mitgliedstaaten in Bezug auf Energiesicherheit und den Krieg in der Ukraine.

Während die EU versucht, ihre Abhängigkeit von Russland zu verringern, leistet Ungarn weiterhin Widerstand und warnt vor schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen.

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Quellen: Ukrainska Pravda, European Pravda