WARNUNG: Der Artikel enthält Beschreibungen von Selbstverletzung und Selbstmord.
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Eine beunruhigende Behauptung des ukrainischen Militärs deutet auf eine düstere Verhaltensänderung an der Front hin. Beamte sagen, dass sich neue Praktiken unter dem zunehmenden Druck auf die russischen Streitkräfte ausbreiten könnten.
Die ukrainischen Luftsturmstreitkräfte gaben am 22. März bekannt, dass offenbar eine inoffizielle „Anleitung“ unter russischen Truppen im Umlauf sei.
Laut der auf Telegram veröffentlichten Erklärung werden Soldaten angeblich dazu getrieben, verwundete Kameraden zu töten und sich dann selbst zu töten.
„Ein echtes Fließband der Selbstzerstörung – das ist die neue ‚Anleitung‘ der Besatzer“, so die Luftsturmstreitkräfte. „Sie ist brutal einfach und gleichzeitig erschreckend: Erledige deinen verwundeten Kameraden und jage dir dann eine Kugel in den Kopf.“
Das Militär fügte hinzu, dass das von ihm veröffentlichte Video grafisches Material enthält und die sich seiner Meinung nach verschlechternde Situation für russische Einheiten widerspiegelt.
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Wichtiger Hinweis: Das Filmmaterial in dem Beitrag auf Telegram enthält grafische Darstellungen von Selbstmord und Selbstverletzung, weshalb wir es nicht eingebettet haben.
Der Beitrag ist hier zu finden (öffnet in einem neuen Tab); Zuschauer sollten Vorsicht walten lassen.
Druck auf die Truppen
Nach Angaben des ukrainischen Militärs hat der verstärkte Einsatz von Glasfaserdrohnen, gelenkten Bomben und Artillerie die Evakuierung vom Schlachtfeld für die russischen Streitkräfte zunehmend erschwert.
„Während die ukrainischen Streitkräfte um jedes Leben kämpfen und ihre eigenen Soldaten aus den heißesten Positionen ziehen, löscht sich der Feind einfach selbst aus – Zug um Zug“, hieß es in der Erklärung.
Kiew hat den Drohnenkrieg wiederholt als entscheidenden Faktor hervorgehoben, der die Bedingungen an der Front prägt.
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Steigende Verluste
Die ukrainische Führung hat auf wachsende russische Verluste hingewiesen. Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj sagte im Februar, dass die russischen Verluste zum ersten Mal im Jahr 2025 die Zahl der neu mobilisierten Truppen überstiegen hätten.
Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte am 17. März, dass in drei Monaten fast 100.000 russische Soldaten verloren gegangen seien, und fügte hinzu, dass 90 % der Verluste auf dem Schlachtfeld auf Drohnen zurückzuführen seien.
Zuvor hatte Selenskyj gesagt, Geheimdienstinformationen deuteten darauf hin, dass 62 % der russischen Verluste getötet und 38 % verwundet worden seien.
Strategische Ziele
Digitalisierungsminister Mychajlo Fedorow sagte, ein von Selenskyj festgelegtes Ziel sei es, monatlich 50.000 russische Soldaten zu eliminieren.
Der ukrainische Generalstab berichtete, dass Russland am Vortag, dem 23. März, etwa 970 Soldaten verloren habe, wodurch sich die geschätzten Gesamtverluste seit Februar 2022 auf 1.288.850 Mann belaufen.
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Diese Zahlen konnten nicht unabhängig überprüft werden.
Quellen: Ukrainische Luftsturmstreitkräfte, Erklärungen von Wolodymyr Selenskyj, Oleksandr Syrskyj, Mychajlo Fedorow, The New Voice of Ukraine, Generalstab der Ukraine