Die Beschränkungen des Internetzugangs weiten sich in den von Russland besetzten Teilen der Ukraine aus, da die Behörden ihre Bemühungen verstärken, den Informationsfluss zu kontrollieren und den Kontakt zur Außenwelt einzuschränken.
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Ukrainische Behörden erklären, dass die jüngsten Maßnahmen auf eine umfassendere Strategie hindeuten, die darauf abzielt, die Zivilbevölkerung zu isolieren und die Kontrolle über das tägliche Leben zu verschärfen.
Laut The Kyiv Independent haben regionale Behörden Sperren für weit verbreitete Dienste wie Telegram und VPN-Dienste gemeldet, auf die viele angewiesen sind, um Zensur zu umgehen. Ähnliche Störungen wurden auch in besetzten Gebieten der Oblast Saporischschja berichtet.
Die Partisanengruppe Atesh erklärte am 17. März, dass Besatzungsbehörden versucht hätten, den Internetzugang in der Region vollständig abzuschalten. Nach Angaben der Gruppe habe der von Russland eingesetzte Anführer Jewgeni Balizki in Moskau die Genehmigung für einen vollständigen Blackout beantragt.
Gezielte Einschränkung von Verbindungen
Im Rahmen dieser umfassenderen Kampagne könnte eine neue Beschränkung die persönliche Kommunikation direkt betreffen. Ukrainische Behörden erklären, dass Russland vorbereitet, Personen über 60 Jahre in besetzten Gebieten daran zu hindern, Anrufe aus dem Ausland zu empfangen.
Diese Maßnahme würde ältere Bewohner unverhältnismäßig stark betreffen, von denen viele auf telefonischen Kontakt als einzige Verbindung zu Angehörigen im Ausland angewiesen sind.
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Oleksii Chartschenko, Leiter der Militärverwaltung der Oblast Luhansk, erklärte, der Schritt ziele darauf ab, die Kommunikation zwischen durch den Krieg getrennten Familien „erheblich einzuschränken“.
Reisen zwischen besetzten und von der Ukraine kontrollierten Gebieten bleiben aufgrund anhaltender Kämpfe und strenger Überprüfungsverfahren äußerst schwierig und erfolgen häufig über indirekte Routen durch Länder wie Belarus.
Zunehmende Isolation
Für diejenigen, die aufgrund ihres Alters oder gesundheitlicher Einschränkungen nicht ausreisen können, ist digitale Kommunikation unverzichtbar geworden. Jede Störung birgt das Risiko, ihre Isolation weiter zu vertiefen.
„Die Kontrolle über die Bevölkerung (in den besetzten Gebieten) wird jeden Tag verschärft“, sagte Chartschenko.
Ukrainische Behörden argumentieren, dass diese Schritte Teil einer koordinierten Strategie sind, um Informationsflüsse einzuschränken und die Kontrolle über besetzte Regionen zu festigen.
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Quellen: The Kyiv Independent