Der ranghöchste ukrainische Geheimdienstvertreter hat angedeutet, dass der Krieg mit Russland nicht mehr auf eine Region beschränkt ist. Er beschrieb den Konflikt als Teil einer bereits andauernden, weitaus größeren globalen Konfrontation.
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Seine Äußerungen erfolgen, während diplomatische Bemühungen parallel zu steigenden Spannungen in anderen Teilen der Welt fortgesetzt werden.
Laut Ukrinform erklärte Kyrylo Budanow, er sei der Ansicht, dass sich ein umfassenderer Krieg mit internationalen Dimensionen abzeichne, der in Russlands Invasion der Ukraine im Jahr 2022 verwurzelt sei.
Er warnte, dass die Lage weiterhin äußerst unberechenbar sei, was es schwierig mache, vorherzusehen, wie oder wann der Konflikt enden könnte, berichtet LA.LV.
Laufende Verhandlungen
Trotz der eskalierenden Spannungen im Nahen Osten wies Budanow Behauptungen zurück, wonach die Gespräche über die Ukraine ins Stocken geraten seien. Er verwies auf seine eigene jüngste Teilnahme an Gesprächen als Beleg dafür, dass die Diplomatie weiterhin aktiv sei.
„Wenn sie blockiert gewesen wären, wie hätte ich dann gerade von den Gesprächen zurückkehren können?“, sagte er.
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Er fügte hinzu, dass globale Krisen zwar die Aufmerksamkeit von der Ukraine ablenken könnten, Verhandlungen mit Russland jedoch weiterhin notwendig seien. Seiner Ansicht nach werden die Gespräche fortgesetzt, solange sie einen realistischen Weg nach vorn bieten.
Unsichere Aussichten
Budanow betonte, dass es derzeit keine praktischen Hindernisse gebe, die weitere Treffen mit der russischen Seite verhinderten. Frühere Verhandlungen hätten, so merkte er an, sowohl ukrainische als auch US-amerikanische Vertreter einbezogen.
„Das Wichtigste ist das Endergebnis. Es interessiert Sie nicht, wie oft ich mit jemandem spreche, sondern worauf das alles hinausläuft, richtig?“, sagte er.
Unterdessen erklärte der Militäranalyst Oleg Schdanow gegenüber LA.LV, dass die aktive Phase des Krieges voraussichtlich nicht bis 2026 beendet sein werde. Er deutete an, dass eine gerechte Einigung Jahre in Anspruch nehmen könnte.
Seiner Einschätzung nach könnten sinnvolle Verhandlungen mit Russland erst gegen Ende des Jahres 2027 möglich werden.
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Quellen: Ukrinform, LA.LV