Forscher beobachten stark mutierte Covid-Variante.
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Eine neu entdeckte Covid-Variante sorgt weltweit für Aufmerksamkeit, nachdem sie in mehreren Ländern nachgewiesen wurde.
Der Stamm trägt die Bezeichnung BA.3.2 und wird auch „Cicada“ genannt.
Bis Februar 2026 wurde die Variante laut European Medical Journal in mindestens 23 Ländern festgestellt.
Sie wurde erstmals Ende 2024 in Südafrika identifiziert und später unter anderem in den USA, Großbritannien, Japan, Kenia und Europa nachgewiesen.
Stark mutierte Variante
Forscher sagen, dass Cicada eine Mutation der Omikron-Variante ist – jedoch mit deutlich mehr genetischen Veränderungen.
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Erste Analysen deuten darauf hin, dass sie sich um 70 bis 75 Prozent von früheren Varianten unterscheiden könnte, was Fragen zur Immunreaktion aufwirft.
Virologe Andrew Pekosz sagte gegenüber The Mirror:
„Sie hat viele Mutationen, die dazu führen könnten, dass sie vom Immunsystem anders erkannt wird.“
US-Daten zeigen, dass die Variante Mitte 2025 erstmals dort entdeckt wurde und inzwischen in mehreren Bundesstaaten nachgewiesen wurde, unter anderem über Abwasseranalysen.
Symptome bleiben ähnlich
Trotz der Mutationen ähneln die Symptome weitgehend denen früherer Varianten.
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Laut PBS gehören dazu:
- Husten
- Fieber
- Halsschmerzen
- Müdigkeit
- Verstopfte Nase
- Atemnot
- Kopfschmerzen
- Verlust von Geruchs- oder Geschmackssinn
- Magen-Darm-Beschwerden
Dr. William Schaffner erklärte, dass bisher keine „eindeutigen klinischen Besonderheiten“ festgestellt wurden, was darauf hindeutet, dass die Variante nicht schwerer verläuft.
Impfstoff-Fragen
Eine zentrale Frage ist, ob die Variante bestehende Impfstoffe teilweise umgehen kann.
Experten sagen, dass die Mutationen es dem Immunsystem erschweren könnten, das Virus schnell zu erkennen. Dennoch wird erwartet, dass Impfstoffe weiterhin vor schweren Verläufen schützen.
Behörden wie die CDC und das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) beobachten die Lage genau. Einige warnen zudem, dass Fälle möglicherweise untererfasst sind.
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Quellen: European Medical Journal, CDC, ECDC, PBS, The Conversation, The Mirror