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Ärzte dabei ertappt, gefälschte Diagnosen zu verkaufen, um der Wehrpflicht in der Ukraine zu entgehen

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Ukrainische Behörden haben ein mutmaßliches Netzwerk aufgedeckt, das Männern mithilfe gefälschter medizinischer Unterlagen half, dem Militärdienst zu entgehen. Ermittler erklären, dass die Operation koordinierte Aktivitäten zwischen medizinischem Personal und Rettungskräften umfasste.

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Der Fall verdeutlicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Durchsetzung der Mobilisierung während des Krieges.

Schema aufgedeckt

Laut 02.pl führte der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) in der Region Tscherkassy eine Operation gegen ein mutmaßliches Netzwerk zur Umgehung der Wehrpflicht durch.

Beamte erklären, dass medizinisches Personal Männern im wehrpflichtigen Alter gegen Zahlungen von etwa 4.000 US-Dollar gefälschte Dokumente ausgestellt habe, die sie als dienstuntauglich erklärten.

Der mutmaßliche Organisator wurde als Leiter einer regionalen Niederlassung eines medizinischen Unternehmens identifiziert, der Berichten zufolge eine Gruppe von sechs Ärzten sowie Mitarbeiter des Rettungsdienstes koordinierte.

Vorgehensweise

Ermittler sagen, das System habe auf inszenierten medizinischen Maßnahmen basiert, um den Anschein schwerer Erkrankungen zu erwecken.

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Rettungsteams transportierten Personen mit vorbereiteten Unterlagen, die eine dringende Einweisung ins Krankenhaus belegten. Ärzte hätten anschließend Testergebnisse und Krankenakten gefälscht, um gesundheitliche Probleme zu untermauern.

Diese Dokumentation wurde später im Einberufungsprozess genutzt, um die Betroffenen als untauglich für den Militärdienst einzustufen.

Festnahmen

Der SBU erklärte, der mutmaßliche Organisator sei festgenommen worden, als er angeblich ein Bestechungsgeld entgegennahm.

Durchsuchungen von Wohnungen und Arbeitsplätzen führten laut 02.pl zur Sicherstellung von Krankenakten, handschriftlichen Notizen und Mobiltelefonen mit Beweismaterial.

Mehrere Verdächtige sehen sich nun Anklagen gegenüber, darunter Urkundenfälschung, Verwendung gefälschter Dokumente und Behinderung der Tätigkeit der ukrainischen Streitkräfte.

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Rechtliche Folgen

Zwei Personen wurden in Untersuchungshaft genommen, während Gerichte über weitere Haftanträge für andere Beteiligte entscheiden.

Im Falle einer Verurteilung drohen den Beschuldigten bis zu acht Jahre Haft sowie die Einziehung von Vermögenswerten.

Die Ermittlungen dauern an, während die Behörden ihre Bemühungen zur Zerschlagung ähnlicher Netzwerke fortsetzen.

Quellen: 02.pl

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