Eine neue Untersuchung hat Bedenken darüber ausgelöst, wie westliche Technologien in Russlands Bemühungen zur Umgehung von Sanktionen eingesetzt werden. Vertreter warnen, dass die Erkenntnisse Auswirkungen sowohl auf die Sicherheit als auch auf den anhaltenden Krieg in der Ukraine haben könnten.
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Eine von TVP World zitierte Untersuchung hat ergeben, dass Schiffe, die mit Russlands sogenannter „Schattenflotte“ in Verbindung stehen, das Starlink-System von Elon Musk nutzen, um zu kommunizieren und ihre Operationen zu koordinieren.
Laut der Kyiv Independent, die die Untersuchung durchgeführt hat, erklärten Seeleute auf diesen Schiffen, sie seien unwissentlich Teil eines verdeckten Netzwerks geworden, das dazu dient, russische Ölexporte trotz bestehender Einschränkungen aufrechtzuerhalten.
Verstecktes Netzwerk
Die Schattenflotte bezeichnet eine Gruppe älterer Tanker, die eingesetzt werden, um westliche Sanktionen gegen russische Ölexporte zu umgehen.
Experten zufolge greifen diese Schiffe häufig auf undurchsichtige Eigentumsstrukturen und Umgehungstaktiken zurück, um weiterhin operieren zu können.
Nach Angaben der Kyiv Independent wird die Kommunikation zwischen Schiffen und Betreibern mithilfe westlicher Technologien aufrechterhalten, darunter Satellitentelefone und Starlink-Terminals.
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„Es könnte über eine Briefkastenfirma gekauft worden sein. Soweit ich weiß, ist es derzeit schwierig, ein Starlink-Gerät in der Ukraine zu erwerben. Anderswo auf der Welt kann man es einfach bestellen und per Post liefern lassen. Es ist keine Waffe; jeder kann es kaufen“, sagte ein Seemann.
Forderungen nach Maßnahmen
Ukrainische Vertreter haben SpaceX aufgefordert, auf die Ergebnisse zu reagieren.
„Jede Aktivität der russischen Schattenflotte finanziert effektiv den Krieg gegen die Ukraine. Wenn Starlink genutzt wird, um Sanktionen zu umgehen oder maritime Sicherheitsregeln zu umgehen, ist das inakzeptabel“, sagte Wladyslaw Wlasiuk, Berater für Sanktionspolitik, laut der Kyiv Independent.
„Wir erwarten, dass SpaceX dieses Problem sorgfältig prüft und Maßnahmen ergreift, um die Nutzung von Starlink durch Schattenflotten jeglicher Länder zu verhindern, einschließlich Russland, Venezuela oder Iran.“
Breitere Bedenken
Der Bericht verstärkt bestehende Sorgen über einen unautorisierten Zugang Russlands zur Starlink-Technologie.
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Früheren Berichten zufolge haben russische Streitkräfte versucht, das System auf dem Schlachtfeld zu nutzen, was zu Maßnahmen geführt hat, den Zugang einzuschränken.
SpaceX erklärte, man habe in den vergangenen Monaten technische und vertragliche Schritte unternommen, um eine solche Nutzung zu begrenzen.
Die Erkenntnisse verdeutlichen die anhaltenden Herausforderungen bei der Durchsetzung von Sanktionen und der Kontrolle der Verbreitung von Dual-Use-Technologien während des Konflikts.
Quellen: TVP World, Kyiv Independent