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Ukraine erobert Gebiete zurück, während Russland die Frühjahrsoffensive vorantreibt

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U.S. Army National Guard photo by Staff Sgt. Amanda Johnson, Public domain, via Wikimedia Commons

Die Kämpfe entlang der ausgedehnten Frontlinie der Ukraine treten in eine neue Phase ein, in der anhaltender russischer Druck auf zunehmend gezielte ukrainische Gegenmaßnahmen trifft.

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Wichtige Gebiete im Osten stehen weiterhin unter Druck, da beide Seiten ihre Taktiken in einem sich weiterentwickelnden Konflikt anpassen, berichtet Reuters.

Ausweitende Kampagne

Russische Einheiten führen laut Reuters eine koordinierte Frühjahrsoffensive in mehreren Sektoren fort und halten den Druck entlang einer Frontlinie aufrecht, die sich über mehr als 1.200 Kilometer erstreckt.

Besonderes Augenmerk gilt weiterhin der östlichen Region Donezk, wo Moskau versucht, seine Position zu festigen.

Rund um Pokrowsk, einen wichtigen logistischen Knotenpunkt, dauern die Kämpfe seit Monaten an, da russische Kräfte trotz zunehmenden Widerstands versuchen vorzurücken.

Störende Gegenmaßnahmen

Ukrainische Gegenangriffe im Südosten erschweren diese Bemühungen nach Einschätzung von Militärexperten.

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Das Institute for the Study of War erklärte: „Ukrainische Gegenangriffe in den Richtungen Huljajpole und Oleksandriwka stellen das russische Militärkommando weiterhin vor Dilemmata, die die überdehnten russischen Kräfte offenbar nur schwer bewältigen können.“

Diese Operationen zwingen russische Kommandeure dazu, ihre Aufmerksamkeit auf mehrere Richtungen aufzuteilen.

Gebietsgewinne werden sichtbar

Vor diesem Hintergrund hat Kiew in den vergangenen Wochen die Rückeroberung von Gebieten gemeldet, auch wenn Details nur schrittweise bekannt wurden.

Der ukrainische Armeechef Oleksandr Syrskyj erklärte laut Reuters, die Streitkräfte hätten seit Ende Januar 480 Quadratkilometer zurückgewonnen.

Einige dieser Geländegewinne betreffen Gebiete in der Region Dnipropetrowsk sowie Positionen weiter südlich in Saporischschja, wo mehrere Ortschaften den Besitzer gewechselt haben.

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Anhaltende Risiken

Trotz dieser Entwicklungen warnen ukrainische Vertreter, dass russische Kräfte weitere Aktionen vorbereiten.

„Die russischen Truppen geben ihre Pläne für weitere Offensivoperationen nicht auf und gruppieren ihre verfügbaren Kräfte und Ausrüstung neu“, sagte Syrskyj.

„Trotz erheblicher Verluste an Personal und militärischer Ausrüstung streben die Invasoren an, weiteres ukrainisches Territorium zu erobern und eine ‚Pufferzone‘ in der Region Dnipropetrowsk zu schaffen.“

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte kürzlich, die Lage entlang der Front habe sich im Vergleich zur Mitte des Jahres 2024 verbessert, auch wenn die Kämpfe weiterhin intensiv seien.

Quellen: Reuters

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