Eine bislang nicht offengelegte ukrainische Operation hat eine bedeutende Veränderung der Gefechtstaktiken sichtbar gemacht. Anstatt auf Raketen zu setzen, nutzten die Streitkräfte Drohnen, um ein kritisches Infrastrukturobjekt zu zerstören.
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Der Angriff verdeutlicht, wie Technologie die Art der Kriegsführung verändert.
Verdeckte Operation
Laut The Express griffen ukrainische Streitkräfte eine wichtige Brücke in der besetzten Region Cherson an, die von russischen Truppen für logistische Zwecke genutzt wurde.
Die Überquerung des Konka-Flusses nahe Oleschky war bereits früher im Krieg beschädigt worden, blieb jedoch weiterhin in Gebrauch.
Im Verlauf einer zweimonatigen Kampagne griffen ukrainische Einheiten die Struktur wiederholt an, bis sie nicht mehr nutzbar war.
Durchbruch durch Drohnen
Es handelt sich vermutlich um den ersten bekannten Fall, in dem eine Brücke hauptsächlich durch Drohnenangriffe zerstört wurde.
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Wie The Telegraph berichtete, führten die wiederholten Treffer schließlich dazu, dass zwei Teile der Brücke in den Fluss stürzten, während Rauch aufstieg, als die Konstruktion nachgab.
Dadurch wurde es für russische Kräfte schwieriger, Nachschub in Richtung der Stadt Cherson zu transportieren.
Ungewöhnliche Technologie
Bei der Operation kamen Malloy T-150-Drohnen zum Einsatz, die von Malloy Aeronautics entwickelt wurden, einem Teil von BAE Systems im Vereinigten Königreich.
Ursprünglich für zivile Zwecke konzipiert, darunter auch landwirtschaftliche Anwendungen, wurden die Drohnen inzwischen für militärische Einsätze angepasst.
Ihr Einsatz in dieser Rolle zeigt, wie nicht-traditionelle Ausrüstung in modernen Konflikten umfunktioniert wird.
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Schwieriges Ziel
Brücken sind in der Regel so gebaut, dass sie hohem Druck standhalten, und gelten insbesondere aus der Luft als schwer zerstörbar.
Dennoch schwächten wiederholte und präzise Angriffe die Struktur ausreichend, um sie zum Einsturz zu bringen.
Der Konka-Fluss stellt eine wichtige Trennlinie in der Region dar, was die strategische Bedeutung der Überquerung erhöht.
Breiterer Kontext
Der Bericht erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem das Vereinigte Königreich weiterhin Waffen mit größerer Reichweite entwickelt, die die Ukraine unterstützen könnten.
Gleichzeitig führt Russland militärische Übungen mit interkontinentalen ballistischen Raketensystemen in Sibirien durch.
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Veröffentlichten Bildern zufolge übten die Besatzungen Reaktionsszenarien, ohne dass es zu Starts kam.
Quellen: The Express, The Telegraph