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British-Airways-Pilot nach Vorwürfen heimlicher Filmaufnahmen von Frauen bei intimen Begegnungen entlassen

British airways BA fly airplane
Nieuwland Photography / Shutterstock

Er wurde entlassen, während Ermittler Vorwürfe prüfen, wonach er intime Begegnungen heimlich gefilmt haben soll. Der Fall, der Berichten zufolge bis zu 16 Frauen betrifft, hat Fragen zu Datenschutzverletzungen und zur Aufsichtspflicht von Arbeitgebern in sicherheitskritischen Funktionen aufgeworfen. Die Metropolitan Police bestätigte, dass der 31-Jährige im März wegen des Verdachts auf Voyeurismus festgenommen und später gegen Kaution freigelassen wurde, während die Ermittlungen andauern.

Die Fluggesellschaft beendete das Arbeitsverhältnis des Piloten, nachdem sie ihn zunächst suspendiert hatte, als die Vorwürfe bekannt wurden, wie GB News berichtete. Die Entscheidung fiel noch vor einer möglichen Anklageerhebung und unterstreicht die Reaktion der Fluggesellschaft auf schwerwiegende Vorwürfe von Fehlverhalten.

In einer kurzen Stellungnahme erklärte British Airways: „Diese Person ist nicht länger im Unternehmen beschäftigt.“ Das Unternehmen gab an, solche Fälle intern zu prüfen und gleichzeitig mit den laufenden Ermittlungen zu kooperieren.

Die Polizei teilte mit, dass die Festnahme auf eine Anzeige über Aufnahmen folgte, die mutmaßlich ohne Einwilligung erstellt und verbreitet wurden.

Ein Sprecher von Scotland Yard sagte: „Beamte nahmen am Donnerstag, dem 5. März, einen 31-jährigen Mann wegen des Verdachts auf Voyeurismus fest. Die Festnahme folgte auf eine Anzeige bei der Polizei am Dienstag, dem 3. März, wonach Videos ohne Einwilligung aufgenommen und verbreitet worden sein sollen. Der Mann wurde gegen Kaution freigelassen, während die Ermittlungen andauern.“

Berichte von Betroffenen

The Sun berichtete, dass der Fall bekannt wurde, nachdem eine Frau angab, explizites Material auf dem Laptop des Mannes entdeckt zu haben. Als sich die Informationen verbreiteten, erkannten sich Berichten zufolge weitere Personen in ähnlichem Material wieder, was die Besorgnis verstärkte.

Eine Frau sagte zu einer Freundin: „Ich wurde bei sexuellen Begegnungen ohne mein Einverständnis gefilmt. Mir wurde das erst klar, als eine andere Frau in derselben Situation mich darauf ansprach.“

Sie fügte hinzu: „Er stellte seinen Laptop während sexueller Begegnungen vor uns auf, mit laufender Musik, aber ausgeschaltetem Bildschirm. Inzwischen ist Material online verbreitet worden, und es hat sich herausgestellt, dass er dies auch bei 15 anderen Frauen getan hat.“

Einige der Frauen arbeiteten in der Luftfahrtbranche, was Fragen aufwarf, ob Personen innerhalb derselben Branche gezielt angesprochen wurden.

Zunehmende Prüfung in der Branche

GB News berichtete zudem über separate Bedenken hinsichtlich eines mutmaßlichen Substanzmissbrauchs, obwohl bislang keine offiziellen Ergebnisse veröffentlicht wurden. Aufsichtsbehörden lehnten eine Stellungnahme zu dem konkreten Fall ab, bestätigten jedoch, dass entsprechende Hinweise geprüft werden.

Ein Sprecher der britischen Zivilluftfahrtbehörde erklärte: „Wir können uns zu Einzelfällen nicht äußern, aber Hinweise auf Substanzmissbrauch werden geprüft und gegebenenfalls geeignete Maßnahmen ergriffen.“

Der Ausgang der polizeilichen Ermittlungen könnte darüber entscheiden, ob weitere regulatorische oder rechtliche Schritte folgen.

Quellen: GB News, The Sun