Bundesbehörden geben an, dass ein Mann aus Kentucky, der drastische Drohungen gegen Präsident Donald Trump und Strafverfolgungsbehörden veröffentlichte, nach dem Aufbau eines Waffenverstecks verhaftet wurde.
Der Fall hat erneut Bedenken hinsichtlich gewalttätiger Rhetorik online und ihrer potenziellen realen Konsequenzen aufgeworfen.
Laut Law&Crime muss sich Kadrioan Santiago, 23, wegen mutmaßlicher Drohungen, die er über mehrere Monate hinweg in sozialen Medien geäußert haben soll, vor einem Bundesgericht verantworten.
Ermittler geben an, dass die zwischen Januar und März 2026 geteilten Beiträge explizite Aufrufe zur Gewalt gegen Trump, Einwanderungsbeamte und andere enthielten.
Online-Drohungen
Die Staatsanwaltschaft behauptet, Santiago habe Instagram genutzt, um unter dem Benutzernamen „kadi_skating“ eine Reihe verstörender Nachrichten zu veröffentlichen.
Darunter befanden sich Drohungen gegen den Präsidenten, einschließlich der Aussage: „DEATH TO TRUMP“ und einer Warnung, dass „@potus mich besser niemals in die Finger bekommen sollte.“
Die Behörden geben an, er habe auch gepostet: „Im filled with political violence“, zusammen mit anderen Nachrichten, die zu Angriffen auf Strafverfolgungsbehörden aufriefen.
Bundesverfahren
Eine von Law&Crime zitierte Strafanzeige beschreibt mehrere mutmaßliche Drohungen, darunter Aussagen, die Gewalt gegen Beamte der Einwanderungs- und Zollbehörde (Immigration and Customs Enforcement) fördern.
Das FBI begann mit den Ermittlungen, nachdem es Anfang April Informationen über die Beiträge erhalten hatte.
Beamte geben an, dass es sich bei dem Fall um grenzüberschreitende bedrohliche Kommunikation handelt, ein Bundesvergehen, das mit Online-Drohungen über Staatsgrenzen hinweg verbunden ist.
Waffen beschlagnahmt
Santiago wurde am 14. April nach einer Verkehrskontrolle durch Beamte im Garrard County, Kentucky, in Gewahrsam genommen.
Nach Angaben der Behörden entdeckten die Beamten ein Waffen- und Ausrüstungsversteck, darunter eine Handfeuerwaffe, ein Gewehr im AR-15-Stil, eine weitere Langwaffe, Munitionsmagazine und Schutzausrüstung.
Sheriff Willie Skeens sagte, die Situation sei ernst, aber unter Kontrolle gewesen, und merkte an, dass bei der Festnahme keine Verletzungen gemeldet wurden.
Reaktion der Strafverfolgungsbehörden
Bundesbeamte betonten, dass Online-Drohungen als Straftaten behandelt werden, insbesondere wenn sie mit dem Zugang zu Waffen einhergehen.
Ein FBI-Vertreter warnte, dass Personen, die solche Drohungen aussprechen, identifiziert und strafrechtlich verfolgt werden können, selbst wenn sie unter anonymen Konten agieren.
Nächste Schritte
Santiago soll vor Gericht zu einer Haftprüfung und vorläufigen Anhörung erscheinen.
Der Fall verdeutlicht die anhaltenden Bedenken der Behörden hinsichtlich der Schnittstelle von extremistischer Sprache, Social-Media-Aktivitäten und dem Zugang zu Schusswaffen.
Quellen: Law&Crime, U.S. Department of Justice