Ein Mann wird vermisst und Familien mussten fliehen, nachdem plötzliche Überschwemmungen Teile der neuseeländischen Hauptstadt überrollt, Straßen abgeschnitten und Flüge eingestellt hatten.
Die Behörden warnen, dass die Gefahr noch nicht vorüber ist, da weitere starke Regenfälle auf bereits durchnässten Boden erwartet werden.
Mehr als ein Dutzend Bewohner wurden evakuiert, während ein 60-jähriger Mann im Vorort Karori verschwand, als Flutwasser durch die Viertel strömte, so die BBC.
Am Flughafen Wellington wurden Flüge gestrichen und Schulen geschlossen, da sich der Sturm rapide verschärfte und das tägliche Leben in der ganzen Stadt beeinträchtigte.
Flucht durch Erdrutsch-Chaos
Im Vorort Kingston verdeutlichte ein Moment das Ausmaß der Krise. Ein Bewohner erzählte Radio New Zealand, er sei in den frühen Morgenstunden auf dem Motorrad eines Nachbarn geflohen, nachdem ein Erdrutsch die Straße verschüttet hatte.
„Es ist definitiv ein großes Ereignis“, sagte er. „Man hätte nicht darunter sein wollen, es wäre nicht überlebbar gewesen.“
Andernorts beschrieben Bewohner, wie Wasser durch Häuser und Gärten strömte und Straßen innerhalb von Minuten in schnell fließende Kanäle verwandelte.
Bürgermeister Andrew Little sagte, die Stadt sei in weniger als einer Stunde von 77 mm Regen getroffen worden, ein intensiver Schwall, der Erdrutsche auslöste und Kanaldeckel hochhob.
Stadt an der Belastungsgrenze
Online geteilte Bilder zeigten teilweise versunkene Autos, entwurzelte Bäume und Trümmer, die über die Straßen verstreut waren.
Einsatzkräfte reagierten auf zahlreiche Vorfälle, als sich die Bedingungen verschlechterten, während Beamte die Menschen aufforderten, drinnen zu bleiben und unnötige Reisen zu vermeiden.
Katastrophenschutzminister Mark Mitchell warnte, dass das „Schlimmste des Wetters“ noch bevorstehe, und riet den Bewohnern, sich frühzeitig vorzubereiten, falls eine Evakuierung notwendig werde.
Die Überschwemmungen ereignen sich nur wenige Tage, nachdem der Zyklon Vaianu die Nordinsel getroffen hatte, was die Region anfälliger für weitere extreme Wetterereignisse macht.
Was als Nächstes kommt
Da für mindestens einen weiteren Tag Regen vorhergesagt wird, erklären die Behörden, dass die Lage weiterhin unübersichtlich ist.
Für die Vertriebenen wurden Notunterkünfte geöffnet, und die Rettungsdienste überwachen weiterhin die steigenden Wasserstände, während sich die Stadt auf weitere Beeinträchtigungen vorbereitet.
Wissenschaftler warnen seit Langem, dass der Klimawandel die Intensität solcher Wetterereignisse erhöht, was Bedenken hinsichtlich häufigerer Vorfälle dieser Art in der Zukunft aufwirft.
Quellen: BBC, Radio New Zealand