Startseite Nachrichten Der kleinste Panzer der Welt könnte bald aus der Luft...

Der kleinste Panzer der Welt könnte bald aus der Luft eingesetzt werden

Tyske soldater, german soldiers, Deutsche Soldaten
Mo Photography Berlin / Shutterstock.com

Ein leicht gepanzertes Fahrzeug könnte bald aus der Luft abgeworfen werden und innerhalb von Sekunden nach der Landung in den Kampf eingreifen.

Deutschland greift ein lange aufgegebenes militärisches Konzept wieder auf und zieht dabei Vergleiche zu Taktiken, die einst von rivalisierenden Streitkräften entwickelt wurden, berichtet WPTech.

Konzept wiederbelebt

Deutschland testet ein System, das es ermöglichen soll, das gepanzerte Fahrzeug Wiesel aus einem Flugzeug abzuwerfen und unmittelbar nach der Landung einsatzbereit zu machen.

Laut WPTech erprobt die Bundeswehr einen Abwurfmechanismus mit dem Airbus A400M, mit dem Ziel, eine schnelle Verlegung für Luftlandetruppen zu ermöglichen.

Die Idee knüpft an frühere Ansätze aus dem Kalten Krieg an, als ähnliche Tests durchgeführt, später jedoch eingestellt wurden, weil sie die Erwartungen nicht erfüllten.

WPTech berichtet, dass das erneute Interesse vor dem Hintergrund wachsender Sicherheitsbedenken in Europa entsteht, die Militärs dazu veranlassen, die Mobilität auf dem Schlachtfeld neu zu überdenken.

Russisches Pendant

Der Ansatz ähnelt stark einer langjährigen russischen Doktrin zur luftgestützten Verlegung gepanzerter Fahrzeuge.

Laut WPTech demonstrierte die Sowjetunion diese Fähigkeit bereits 1973, als ein 7,5 Tonnen schweres BMD-1-Fahrzeug erfolgreich zusammen mit seiner Besatzung aus einem Flugzeug abgeworfen wurde.

Deutschland prüft nun eine vergleichbare Fähigkeit, wobei die aktuellen Tests jedoch das Abwerfen des Fahrzeugs ohne Besatzung umfassen.

WPTech zufolge besteht das langfristige Ziel darin, eine Besatzung einzubeziehen, sodass das Fahrzeug unmittelbar nach der Landung kampffähig ist.

Klein, aber leistungsfähig

Der Wiesel wurde als kompaktes, hochmobiles Fahrzeug für Luftlandeeinheiten entwickelt, die Schutz und Feuerkraft benötigen.

Laut WPTech begann die Entwicklung in den 1970er-Jahren und führte nach früheren Verzögerungen schließlich in den 1990er-Jahren zur Einführung in den Einsatz.

Mit einem Gewicht von weniger als drei Tonnen bietet er Schutz gegen Handfeuerwaffen und eine starke Geländegängigkeit trotz seiner geringen Größe.

Zu den Varianten zählen Versionen mit einer 20-mm-Maschinenkanone oder mit Panzerabwehrlenkwaffensystemen.

Erweiterte Einsatzrollen

Eine größere Version, der Wiesel-2, wurde später mit höherer Kapazität und verbesserter Motorleistung eingeführt.

Laut WPTech wurde er für mehrere Aufgaben angepasst, darunter medizinische Evakuierung und Luftverteidigung mit Stinger-Raketen.

Diese Fahrzeuge sind weiterhin im Einsatz und gelten innerhalb moderner Streitkräfte als einzigartig.

Die aktuellen Tests deuten darauf hin, dass Deutschland überdenkt, wie solche Plattformen in schnellen, risikoreichen Operationen eingesetzt werden könnten.

Quellen: WPTech