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Warum Menschen nach 1972 nicht mehr zum Mond flogen

Warum Menschen nach 1972 nicht mehr zum Mond flogen
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Mehr als ein halbes Jahrhundert ist vergangen, seit zuletzt ein Mensch die Mondoberfläche betreten hat.

Trotz großer technologischer Fortschritte hat das Ausbleiben von Rückkehrmissionen anhaltende Fragen aufgeworfen, berichtet LADbible.

Politik statt Technik

Der letzte Astronaut, der den Mond betreten hat, Eugene Cernan, verließ die Oberfläche 1972 während der Apollo-17-Mission der NASA.

Laut LADbible gehen viele davon aus, dass die lange Pause auf technische Einschränkungen zurückzuführen ist, doch der frühere NASA-Administrator Jim Bridenstine wies diese Erklärung zurück.

„Wenn es nicht das politische Risiko gäbe, wären wir jetzt auf dem Mond.“

Er fügte hinzu: „Tatsächlich wären wir wahrscheinlich schon auf dem Mars. Es waren die politischen Risiken, die das verhindert haben.“

Kosten und Verzögerungen

Bridenstine verwies auch auf finanzielle und logistische Herausforderungen als Gründe für den Stillstand.

Laut LADbible erklärte er, dass lange Zeitpläne und steigende Kosten weitere Missionen nach der Apollo-Ära unattraktiv machten.

Er sagte: „Das Programm dauerte zu lange und kostet zu viel Geld.“

Diese Kombination aus politischer Zurückhaltung und Budgetproblemen brachte die weitere Monderkundung letztlich zum Erliegen.

Rückkehr in Vorbereitung

Bemühungen, Menschen wieder zum Mond zu bringen, laufen nun im Rahmen des Artemis-Programms der NASA.

Laut LADbible hat die Artemis-II-Mission kürzlich einen bemannten Flug um den Mond gestartet, als Vorbereitung auf eine geplante Landemission.

Vier Astronauten nehmen an der Mission teil und verbringen etwa zehn Tage im All, während sie Systeme für zukünftige Reisen in den tiefen Weltraum testen.

Die Mission soll außerdem neue Perspektiven auf den Mond liefern und die Vorbereitung für Reisen jenseits der Erdumlaufbahn vorantreiben.

Leben im All

Besatzungsmitglieder berichteten von eindrucksvollen Momenten während der Mission, darunter Orbitalmanöver in Erdnähe.

„An unserem ersten Tag im All haben wir einige außergewöhnliche Dinge gesehen. Die Erde aus nächster Nähe. Als wir nach einer kurzen Ruhephase wieder aufwachten, war die Erde schon wieder so weit entfernt.“

„Wir waren dort draußen in 60.000 km Entfernung, kamen bis auf 200 km an den Planeten heran, und es fühlte sich an, als würden wir aus dem Himmel zurück zur Erde fallen.“

Laut LADbible nahmen die Astronauten auch persönliche Gegenstände mit an Bord, was sowohl die Risiken als auch die emotionale Bedeutung der Reise widerspiegelt.

Die Artemis-Missionen sollen die erste Rückkehr von Menschen zum Mond seit Cernans historischen letzten Schritten markieren.

Quellen: LADbible