Startseite Nachrichten Norwegen plant strenge Altersgrenzen für soziale Medien: Tech-Firmen im Visier

Norwegen plant strenge Altersgrenzen für soziale Medien: Tech-Firmen im Visier

Jonas Gahr Støre, Norges statsminister, Prime Minister of Norway
Ryan Rodrick Beiler / Shutterstock

Norwegen bewegt sich auf strengere Beschränkungen für den Zugang junger Menschen zu sozialen Medien zu.

Ein Gesetzesentwurf könnte Norwegen zu einem von mehreren europäischen Ländern machen, die die Regeln für Technologieplattformen verschärfen, berichtet DR News.

**Neue Altersgrenze**

Die norwegische Regierung wolle die Nutzung sozialer Medien für Kinder unter 16 Jahren verbieten.

Laut *DR News*, die sich auf NRK beruft, sehe der Vorschlag vor, den Zugang erst ab dem Beginn des Jahres zu erlauben, in dem ein Jugendlicher 16 Jahre alt werde.

Dies stelle eine Abkehr von einem früheren Plan dar, der eine niedrigere Altersgrenze vorgeschlagen habe.

Offizielle Kreise gäben an, die Änderung folge dem Feedback, das während der Konsultationen gesammelt worden sei.

**Einheitliche Zugangsregel**

Verantwortliche erklärten, der Zeitpunkt des Zugangs sei darauf ausgelegt, Ungleichheiten unter Schülern zu vermeiden.

Laut *DR News* habe Premierminister Jonas Gahr Støre gesagt, alle Jugendlichen würden gleichzeitig Zugang erhalten, nämlich ab dem 1. Januar des Jahres, in dem sie 16 Jahre alt würden.

Dieser Ansatz ziele darauf ab, Unterschiede innerhalb von Schulklassen aufgrund von Geburtsdaten zu verhindern.

Die Regierung argumentiere, dies schaffe ein gerechteres System für junge Menschen.

**Tech-Firmen im Visier**

Der Vorschlag lege die Verantwortung für die Durchsetzung der Regeln auf die Social-Media-Unternehmen.

Laut *DR News* müssten Plattformen das Alter der Nutzer überprüfen, bevor sie Zugang gewährten.

Die Behörden hätten gewarnt, dass Unternehmen mit Strafen rechnen müssten, falls sie die Vorschriften nicht einhielten.

Dieser Schritt signalisiere eine härtere Haltung bei der Regulierung großer Technologieunternehmen.

**Bedenken geäußert**

Einige Experten hätten infrage gestellt, ob der Plan effektiv durchgesetzt werden könne.

Laut *DR News* habe die norwegische Datenschutzbehörde Bedenken geäußert, wie Altersverifizierungssysteme mit persönlichen Daten umgingen.

Es bestünden Zweifel, ob bestehende Technologien den Datenschutzstandards entsprächen.

Kritiker fragten zudem, ob große Plattformen die Vorschriften vollständig einhalten würden.

**Europäischer Trend**

Norwegens Vorschlag spiegele eine breitere Bewegung in ganz Europa wider.

Laut *DR News* hätten Länder wie Frankreich, das Vereinigte Königreich, Griechenland und Österreich ähnliche Beschränkungen geprüft oder eingeführt.

Der Gesetzentwurf werde später in diesem Jahr debattiert, und falls er vom Parlament genehmigt werde, könnte er 2027 in Kraft treten.

Das Ergebnis könne beeinflussen, wie andere Länder den Zugang Jugendlicher zu sozialen Medien handhabten.

Quellen: DR News, NRK