Putin regiert Russland seit seiner Machtübernahme im Jahr 1999 mit fester Hand.
Wladimir Putin hat mehr als zwei Jahrzehnte damit verbracht, an der Spitze der russischen Politik Stärke und Kontrolle zu demonstrieren.
Doch nun, da der Druck steigt, beginnt dieses langjährige Image an den Rändern auszufransen.
Angriffe treffen hart
Ukrainische Streitkräfte haben Berichten des Daily Express zufolge einen erneuten Angriff auf die Ölraffinerie und das Exportterminal Tuapse am Schwarzen Meer verübt.
Der Angriff verursachte Großbrände und erzwang Evakuierungen, wobei sich dichter Rauch über das Gebiet ausbreitete.
Die Anlage wurde in den letzten Tagen bereits mehrfach getroffen, was die Fähigkeit der Ukraine unterstreicht, wichtige Infrastruktur tief im russischen Territorium anzugreifen.
Kritik wächst
Gleichzeitig kommt Kritik an Präsident Wladimir Putin von ehemaligen Insidern auf.
Igor Strelkow, ein ehemaliger Sicherheitsbeamter, der an früheren russischen Operationen in der Ukraine beteiligt war, sagte, der Krieg „habe ganz klar eine Sackgasse erreicht“ und „fordere nun eine enorme Zahl von Menschenleben ohne jedes Ergebnis“.
Seine Äußerungen wurden vom Daily Express gemeldet.
Warnung vor Niederlage
Strelkow gab eine deutliche Einschätzung der aktuellen Lage Russlands ab und warnte, das Land sei „verzweifelt“ und „leider steuern wir auf eine militärische Niederlage zu“.
Er wies auch die Vorstellung zurück, dass eine Massenmobilisierung das Ergebnis ändern könnte.
„Man kann so viele Menschen an die Front mobilisieren, wie man will, sie werden den Kriegsverlauf nicht ändern können. Dieser Moment ist vorbei … Es ist sinnlos. Unsere Wirtschaft hat nicht einmal genug Waffen, um sie zu bewaffnen.“
Druck baut sich auf
Die Äußerungen sind Teil eines breiteren Musters der Kritik von kriegsbefürwortenden Bloggern und kremlnahen Persönlichkeiten.
Diese Stimmen haben zunehmend die Militärstrategie und -führung infrage gestellt und auf verpasste Gelegenheiten im Verlauf des Krieges hingewiesen.
Solche Äußerungen bleiben selten, signalisieren aber ein wachsendes Unbehagen in bestimmten Kreisen.
Auswirkungen breiten sich aus
Der jüngste Angriff hat auch Bedenken hinsichtlich Umweltschäden entlang der Schwarzmeerküste aufgeworfen.
Die Reporterin Anastasia Trojanowa beschrieb die Nachwirkungen und sagte:
„Die Nacht war furchtbar. Über der Stadt stehen jetzt riesige schwarze Rauchsäulen. Es riecht nach Rauch. Gleichzeitig gehen die Menschen meist ohne Atemschutzmasken oder in einfachen medizinischen Masken. Sie sagen, sie hätten es gerochen und würden den Geruch nicht mehr wahrnehmen: Das ist sehr gefährlich, denn so kann man sich vergiften.“
Berichte deuten darauf hin, dass sich die Ölverschmutzung auf große Ferienorte wie Sotschi und Gelendschik ausbreiten könnte.
Quellen: Daily Express