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Blutdruckkontrolle nach der Geburt könnte Schlaganfallrisiko senken

Blutdruckkontrolle nach der Geburt könnte Schlaganfallrisiko senken

Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass eine einfache Routine zu Hause die Gesundheit von Frauen nach der Geburt schützen könnte.

Wissenschaftler sagen, dass eine engere Überwachung das Risiko schwerwiegender Herzerkrankungen im späteren Leben senken könnte, berichtet The Guardian.

Frauen, die während der Schwangerschaft unter hohem Blutdruck litten, könnten ihr Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall verringern, indem sie nach der Geburt regelmäßig ihren Blutdruck kontrollieren. Dies geht aus einer Studie hervor, über die *The Guardian* berichtete.

Forscher stellten fest, dass diejenigen, die ihre Werte täglich überwachten und deren Medikation entsprechend angepasst wurde, Monate später gesündere Blutgefäße aufwiesen als jene, die eine Standardversorgung erhielten.

Die Ergebnisse deuten auf eine kritische Phase nach der Geburt hin, in der gezielte Maßnahmen die langfristige Herz-Kreislauf-Gesundheit verbessern könnten.

Fenster nach der Geburt

Die von der *University of Oxford* geleitete Studie begleitete 220 Frauen, die während der Schwangerschaft Bluthochdruck entwickelten. Alle Teilnehmerinnen nahmen Medikamente ein, deren Dosis nach der Entbindung typischerweise reduziert wird.

Die Hälfte der Gruppe erhielt eine routinemäßige Nachsorge, wobei Behandlungsänderungen auf gelegentlichen Blutdruckkontrollen basierten. Die anderen überwachten ihre Werte täglich zu Hause und teilten die Ergebnisse über eine App mit ihren Ärzten.

Dies ermöglichte es den Klinikern, die Medikation präziser anzupassen und so in den Wochen nach der Geburt stabile Blutdruckwerte aufrechtzuerhalten.

Verbesserte Ergebnisse

Wissenschaftler beobachteten, dass Frauen, die die Heimüberwachung nutzten, sechs bis neun Monate später weniger steife Arterien hatten. Gesündere Arterien können sich besser ausdehnen und zusammenziehen, was die Wahrscheinlichkeit gefährlicher Gerinnsel verringert.

Die Forscher schätzen, dass diese Verbesserung eine Reduzierung des zukünftigen Risikos für Herzinfarkt oder Schlaganfall um etwa 10 % bedeuten könnte.

„Durch die einfache Blutdrucküberwachung zu Hause können frischgebackene Mütter mit hypertensiven Schwangerschaften ihren Körper vor zukünftigen Schäden schützen“, sagte Professor Paul Leeson, der die Studie leitete.

Anhaltende Risiken

Bluthochdruckerkrankungen wie Präeklampsie betreffen bis zu jede zehnte Schwangerschaft und können unmittelbare Gefahren für Mutter und Kind darstellen.

Auch nach der Geburt bleiben die Risiken erhöht. Frauen mit solchen Komplikationen entwickeln im späteren Leben mit höherer Wahrscheinlichkeit chronischen Bluthochdruck und Herzerkrankungen. Frühere, von *The Guardian* zitierte Forschungen bringen die Erkrankung zudem mit einem höheren Risiko für einen frühen Tod in Verbindung.

Zukunftspläne

Weitere Studien sind im Gange, um zu untersuchen, wie die Heimüberwachung breiter eingeführt werden könnte, auch durch spezialisierte *NHS*-Dienste.

Dr. Sonya Babu-Narayan von der *British Heart Foundation* sagte, die Ergebnisse unterstrichen eine wichtige Gelegenheit, die Gesundheit von Frauen nach der Schwangerschaft zu verbessern.

„Wir freuen uns nun darauf, Ergebnisse aus größeren Studien mit längerer Nachbeobachtungszeit zu sehen, um zu erfahren, wie dies das Leben von Frauen retten könnte“, sagte sie.

Experten sagen, die Forschung unterstütze umfassendere Bemühungen, die Herzgesundheit von Frauen in jeder Lebensphase zu priorisieren.

Quellen: The Guardian, University of Oxford, British Heart Foundation