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Europa gegen Meta: Brüssel nimmt Kinderschutz auf Facebook und Instagram ins Visier

Europa gegen Meta: Brüssel nimmt Kinderschutz auf Facebook und Instagram ins Visier
Camilo Concha/shutterstock.com

Die Bedenken darüber, wie soziale Medien jüngere Nutzer schützen, nehmen zu.

Die Bedenken darüber, wie soziale Medien jüngere Nutzer schützen, nehmen zu.

Regulierungsbehörden stellen zunehmend infrage, ob die bestehenden Schutzmaßnahmen ausreichen.

Eine neue EU-Untersuchung erhöht nun den Druck auf Meta im Umgang mit Altersgrenzen.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Systeme nicht ausreichend verhindern, dass Kinder Zugang zu den Plattformen erhalten.

Minderjährige Nutzer

Laut MereMobil ist die Europäische Kommission zu dem Schluss gekommen, dass Meta nicht genug tut, um Kinder unter 13 Jahren von Facebook und Instagram fernzuhalten.

Trotz offizieller Regeln schätzt der Bericht, dass etwa 10–12 % der Kinder in der EU die Plattformen weiterhin nutzen, was eine Lücke zwischen Richtlinien und Durchsetzung aufzeigt.

Leichter Zugang

Die Behörden kritisieren, dass das System zu leicht zu umgehen ist.

Kinder können offenbar einfach ein falsches Geburtsdatum eingeben, was Zweifel an der Wirksamkeit der aktuellen Schutzmechanismen aufkommen lässt.

Schwierige Meldung

Gleichzeitig ist das Entfernen minderjähriger Nutzer unnötig kompliziert.

MereMobil berichtet, dass es mehrere Schritte – bis zu sieben Klicks – erfordern kann, um das Formular zum Melden eines Kinderkontos zu finden.

Wissenschaftliche Bedenken

Die Kommission wirft Meta zudem vor, nicht ausreichend auf Forschungsergebnisse zu reagieren.

Studien zeigen, dass Kinder anfälliger für schädliche Inhalte und Online-Druck sind – ein Punkt, der auch in den EU-Regeln des Digital Services Act berücksichtigt wird.

Reaktion von Meta

Meta weist die Vorwürfe zurück.

Ein Sprecher erklärte, das Unternehmen investiere bereits stark in Systeme zur Erkennung und Entfernung minderjähriger Nutzer und arbeite an weiteren Lösungen.

Dänische Lösung

Parallel dazu entwickelt Dänemark einen neuen Ansatz zur Altersverifikation.

Laut MereMobil soll die kommende AltID-App es ermöglichen, das Alter zu bestätigen, ohne sensible Daten preiszugeben.

Größerer Kontext

Der Fall fällt unter den Digital Services Act der EU.

Die Kommission hat bereits signalisiert, dass die Durchsetzung dieser Regeln Priorität haben wird.

Ausblick

Die Ergebnisse sind vorläufig.

Sollten Verstöße bestätigt werden, drohen Meta hohe Strafen.

Quellen: MereMobil, EU Digital Services Act documentation