Startseite Politik Schweden beschlagnahmt Schiff der russischen „Schattenflotte“

Schweden beschlagnahmt Schiff der russischen „Schattenflotte“

Svensk soldat
Fly Of Swallow Studio / Shutterstock

Ein in der Ostsee festgesetztes Frachtschiff ist in den Mittelpunkt einer internationalen Untersuchung gerückt. Die Behörden vermuten, dass das Schiff mit umstrittenem Handel in Verbindung stehen könnte, der ukrainische Ressourcen betrifft.

Laut LA.LV haben schwedische Staatsanwälte die Beschlagnahmung des Frachtschiffs Caffa angeordnet, das mutmaßlich Teil der sogenannten „Schattenflotte“ Russlands ist.

Das Schiff wurde Anfang März nahe dem Hafen von Trelleborg festgesetzt, nachdem es von Marokko in Richtung St. Petersburg unterwegs gewesen war.

Beschlagnahmeentscheidung

Staatsanwalt Håkan Läsjön bestätigte den Schritt und erklärte, dass die Maßnahme auf Ersuchen einer ausländischen Behörde erfolgte.

„Eine ausländische Behörde habe beantragt, dass bestimmte Ermittlungsmaßnahmen in Schweden ergriffen würden, auch in Bezug auf das Schiff Caffa. Ich habe entschieden, das Schiff zu beschlagnahmen, damit das Gericht prüfen kann, ob es in ein anderes Land überführt werden kann“, sagte er.

Die Beamten haben nicht bekannt gegeben, welches Land den Antrag gestellt hat.

Verdacht und Dokumente

Laut LA.LV soll das Schiff mit gefälschten Dokumenten unterwegs gewesen sein, darunter Papiere mit Bezug zu Guinea.

Schwedische Behörden hatten zuvor darauf hingewiesen, dass das Schiff auf einer ukrainischen Sanktionsliste steht.

Ein Besatzungsmitglied wurde unter dem Verdacht festgenommen, gegen maritime Sicherheitsvorschriften verstoßen und gefälschte Dokumente verwendet zu haben.

Route und Ladung

Die Caffa verließ Casablanca am 24. Februar und war auf dem Weg nach Russland, als sie am 6. März abgefangen wurde.

Ermittler prüfen, ob das Schiff am Transport von Getreide aus ukrainischen Gebieten beteiligt war.

Der Fall verstärkt die anhaltende Überprüfung von Seewegen, die zum Transport umstrittener Ladung genutzt werden.

Breiterer Kontext

Die russische Botschaft in Stockholm erklärte, dass die meisten Besatzungsmitglieder russische Staatsangehörige seien.

Der Vorfall unterstreicht die verstärkten Bemühungen europäischer Behörden, den Schiffsverkehr im Zusammenhang mit Sanktionen und umstrittenen Gütern zu überwachen.

Die endgültige Entscheidung über die Zukunft des Schiffes wird von einem Gericht getroffen, das prüfen wird, ob es im Rahmen der Ermittlungen überführt werden kann.

Quellen: LA.LV