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„Der Krieg hat sich schon vor langer Zeit verändert“ – Ukrainischer Beamter unbesorgt über gerüchtete russische Mobilisierung

Zelenskyj / Putin
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„Die Ära, in der die schiere Anzahl von Männern alles entschied, ist vorbei“, sagt er.

Wenn ein Konflikt sich über Jahre hinzieht, neigen Gerüchte über massive Truppeneinberufungen dazu, sich zu verbreiten und Ängste zu schüren.

Militärexperten argumentieren jedoch, dass das bloße Überfluten eines Schlachtfeldes mit Tausenden zusätzlichen Soldaten keinen Sieg mehr garantiere, da sich die Natur des modernen Kampfes grundlegend verschoben habe.

Fürchtet die Ukraine also eine mögliche russische Mobilisierung?

Ein sich wandelndes Schlachtfeld

Ein prominenter ukrainischer Verteidigungsbeamter äußerte sich kürzlich zu öffentlichen Ängsten hinsichtlich einer neuen Welle von Truppenentsendungen aus Moskau. Auf seinem persönlichen Blog teilte Serhii „Flash“ Beskrestnow, Berater des ukrainischen Verteidigungsministers, eine beruhigende Einschätzung online mit.

Auf seinem Blog schrieb „Flash“, dass zusätzliche feindliche Einheiten unweigerlich neue Hürden schaffen würden. Die Vorstellung einer bevorstehenden Katastrophe wies er jedoch entschieden zurück.

Laut dem Blog des Beraters verfügen die verteidigenden Truppen derzeit über einen deutlichen taktischen Vorteil im „kleinen Himmel“. Dieses Konzept bezieht sich auf den dichten Luftraum in geringer Höhe, wo ferngesteuerte Geräte dominieren.

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Drohnen statt Panzer

Beskrestnow erklärte, dass schwere Militärmaschinen unter ständiger Luftüberwachung kaum überleben könnten.

Die tägliche Realität der Fronteinsätze begünstige nun stark kleine, ferngesteuerte Geräte gegenüber traditionellen mechanisierten Vorstößen.

„Der Krieg hat sich schon vor langer Zeit verändert … Jeder Panzer oder jedes Fahrzeug hält auf dem Schlachtfeld nicht länger als eine Stunde. Drohnen werden sie zerstören. Angriffe mit Fahrzeugen sind inzwischen eine Seltenheit geworden. Wird es Massenangriffe durch Personal geben, wie es die UdSSR im Zweiten Weltkrieg tat? Unsere Jungs werden sie aktiv mit FPV-Drohnen angreifen … Im Moment erfüllen die unbemannten Einheiten der ukrainischen Streitkräfte ihre zugewiesenen Eliminierungspläne nicht: Es gibt Drohnen, aber nicht so viele Feinde“, erklärte er auf seinem Blog.

Zahlen gewinnen nicht

Verteidigende Parteien bauen bereits aktiv Versorgungsreserven auf, um einem potenziellen Anstieg feindlicher Personalstärke entgegenzuwirken.

In einem späteren Abschnitt des Beitrags äußerte „Flash“ Zweifel daran, dass die Einberufung einer großen Anzahl von Truppen derzeit eine realistische oder effektive Strategie sei.

„Die Ära, in der die schiere Anzahl von Männern alles entschied, ist vorbei. Und unser Feind versteht das. Hätte eine Infanteriemobilisierung etwas radikal und schnell ändern können, wäre dies schon lange geschehen. Bitte beachten Sie, dass ich die sozialen, finanziellen oder politischen Aspekte einer solchen Entscheidung noch nicht einmal angesprochen habe“, betonte er auf seinem Blog.

Quellen: Dialog.ua, Facebook-Beitrag von Serhii „Flash“ Beskrestnow