Donald Trump versprach einst, er könne den Krieg in der Ukraine innerhalb eines einzigen Tages beenden,
Doch nach Monaten hochrangiger Gespräche und diplomatischer Bemühungen scheint das Vertrauen in die Rolle Washingtons zu schwinden.
In Kiew wächst nun die Frustration, da die Besorgnis über die Art und Weise zunimmt, wie die USA die Verhandlungen mit Moskau führen.
Wachsende Zweifel
Laut einer Analyse von George Titus Albulescu, die von Ziare zitiert wird, ist das ukrainische Vertrauen in die Vereinigten Staaten gesunken, da Bedenken bestehen, dass Washington nicht länger als ausgewogener Vermittler agiert.
Unter der vorherigen Biden-Regierung bestanden Beamte auf dem Prinzip „Nichts über die Ukraine ohne die Ukraine“, wodurch sichergestellt wurde, dass Kiew bei allen Verhandlungen eine zentrale Rolle spielte.
Dieser Ansatz scheint sich geändert zu haben, wobei Kritiker argumentieren, dass die aktuelle Strategie die ukrainischen Interessen zu vernachlässigen droht.
Fokus auf Moskau
Der US-Gesandte Steve Witkoff soll seit März 2025 achtmal nach Moskau gereist sein, um Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu führen, hat Kiew jedoch nicht besucht.
Dieses Ungleichgewicht hat in der Ukraine Fragen zur Ausrichtung der US-Diplomatie aufgeworfen.
Russische Beamte haben auch auf das sogenannte „Anchorage-Abkommen“ verwiesen, das einen potenziellen Rahmen andeutet, der zwischen Trump und Putin bei einem früheren Treffen besprochen wurde.
Nach den Gesprächen sagte Putin: „Wir hoffen, dass die von uns erzielte Einigung uns diesem Ziel näherbringt und den Weg zum Frieden in der Ukraine ebnet.“
Trump reagierte positiv, deutete jedoch an, dass die Verhandlungen noch liefen.
„Es liegt wirklich an [dem ukrainischen] Präsidenten Selenskyj, dies zu bewerkstelligen“, sagte er später in einem Interview.
Territoriale Spannungen
Eines der umstrittensten Themen bleibt die Zukunft der Provinz Donezk.
Russland kontrolliert derzeit etwa 75 % der Region und drängt auf die vollständige Kontrolle, während die Ukraine weiterhin Widerstand leistet.
Berichten zufolge umfassten Vorschläge die Anerkennung der Krim, Luhansks und Donezks als faktisch russisches Territorium, obwohl die Ursprünge solcher Pläne umstritten bleiben.
Umfragen, die in der Analyse zitiert werden, zeigen ein sinkendes Vertrauen der Ukrainer in die USA.
Rund 70 % erwarten nicht, dass die von den USA geführten Verhandlungen erfolgreich sein werden, während nur 28 % die Vereinigten Staaten als zuverlässigen Partner betrachten.
Ein hochrangiger ukrainischer Diplomat warnte, dass das Land riskiere, die Vereinigten Staaten als strategischen Verbündeten zu „verlieren“.
Quellen: Ziare.com, Brookings