Putin ließ kürzlich sieben neue Türme zur Luftverteidigung um seinen eigenen Palast errichten.
Die moderne Kriegsführung stützt sich stark auf Luftverteidigungssysteme, doch es kommen Fragen auf, wie effektiv einige dieser Abwehrmaßnahmen in der Praxis tatsächlich sind.
Ein ehemaliger russischer Offizier ist nun mit Behauptungen an die Öffentlichkeit getreten, die ein weitaus weniger leistungsfähiges Bild zeichnen.
Zweifel kommen auf
Iwan Nawalyschen, ein ehemaliger Kommandeur der 71. Garde-Flugabwehrraketenbrigade Russlands, habe behauptet, die gemeldeten Erfolge der Luftabwehr des Landes seien oft übertrieben worden, dies berichtet _The Insider_ unter Berufung auf WP.
Er sagte, dass Soldaten in einigen Fällen Raketen ohne klare Ziele abgefeuert und später Aufzeichnungen als Erfolgsbeweis präsentiert hätten.
Nawalyschen beschrieb einen Vorfall, bei dem russische Streitkräfte behauptet hätten, eine Storm-Shadow-Rakete abgefangen zu haben.
Ihm zufolge sei die Situation so unklar gewesen, dass der FSB entsandt worden sei, um zu untersuchen, was tatsächlich getroffen worden war.
Er glaube, stattdessen sei möglicherweise eine andere Rakete zerstört worden.
Geringe Effektivität
Der ehemalige Offizier schätzte, die tatsächliche Effektivität der russischen Luftabwehr sei deutlich geringer gewesen als offiziell berichtet.
Er bezifferte die Erfolgsquote auf etwa 10–15 Prozent.
Während der Operationen nahe Kiew im Jahr 2022 habe seine Einheit keine ukrainischen Flugzeuge abgeschossen, sagte er.
Nawalyschen kritisierte die von den russischen Streitkräften verwendete Ausrüstung und beschrieb sie unverblümt.
„Die verwendete Ausrüstung ist extrem veraltet“, so der Russe.
Er habe auch behauptet, seine Brigade habe möglicherweise mehr Schaden auf der eigenen Seite als bei den ukrainischen Streitkräften verursacht.
Friendly-Fire-Vorfall
Er berichtete von einem Vorfall im Jahr 2024 in der ukrainischen Region Saporischschja, bei dem Befehle zur Verfolgung ukrainischer Flugzeuge zu Verlusten auf russischer Seite geführt hätten.
Seinem Bericht zufolge seien drei russische Ausrüstungsgegenstände zerstört und vier Soldaten getötet worden.
Nawalyschen sagte, viele der von seiner Einheit abgefangenen Drohnen seien Attrappen gewesen.
Jene, die tatsächlich kampffähig gewesen seien, hätten oft ihre Ziele weiter angeflogen.
Er habe behauptet, Soldaten hätten Drohnen über sich hören können, während diese sich in Richtung Krim bewegt hätten.
Quellen: The Insider, WP.