Selenskyj hat gewarnt, dass ukrainische Drohnen über der Siegesparade in Moskau erscheinen könnten, während Russland aufgrund von Sicherheitsbedenken eine verkleinerte Veranstaltung plant.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat angedeutet, dass Drohnen während der russischen Siegesparade über Moskau erscheinen könnten, und damit auf die steigenden Spannungen im Vorfeld des symbolträchtigen Ereignisses hingewiesen.
Seine Äußerungen erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem russische Beamte angesichts von Sicherheitsbedenken eine verkleinerte Feier signalisieren.
Spannungen rund um die Parade
Laut Digi24 sagte Selenskyj, dass ukrainische Drohnen möglicherweise über die Parade am 9. Mai in Moskau fliegen könnten.
„Russland hat eine Parade am 9. Mai angekündigt, aber es wird bei dieser Parade keine militärische Ausrüstung geben. Falls das stimmt, wäre es das erste Mal seit vielen Jahren. Und ukrainische Drohnen könnten ebenfalls über diese Parade fliegen. Das zeigt, dass sie nicht mehr so mächtig sind wie zuvor“, sagte er beim Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft in Jerewan.
Russische Behörden haben angedeutet, dass die Veranstaltung in einem reduzierten Format stattfinden wird. Kremlsprecher Dmitri Peskow nannte die „operative Lage“ und eine „terroristische Bedrohung“ aus Kyjiw als Gründe für die Änderungen.
Debatte über Waffenruhe
Selenskyj sagte außerdem, dass Präsident Wladimir Putin bis zum nächsten Sommer entscheiden könnte, ob er den Krieg eskalieren oder diplomatische Wege einschlagen will.
Er forderte verstärkten Druck durch Sanktionen, um Russland zu Verhandlungen zu bewegen.
Putin schlug in einem berichteten Gespräch mit US-Präsident Donald Trump eine vorübergehende Waffenruhe am 9. Mai vor. Selenskyj lehnte die Idee einer kurzen Pause im Zusammenhang mit der Parade ab.
„Unser Vorschlag ist die Einrichtung einer langfristigen Waffenruhe, um verlässliche Sicherheit für die Bevölkerung und einen dauerhaften Frieden zu gewährleisten. Die Ukraine ist bereit, in dieser Hinsicht in jedem würdigen und effektiven Format zusammenzuarbeiten“, sagte er.
Quellen: Digi24, BBC Russian Service