Es ist angeblich Teil der Vorbereitungen für die Siegesfeierlichkeiten am 9. Mai.
Russland hat sein Vorgehen gegen die Informationsfreiheit im Jahr 2026 erheblich verschärft.
Zunächst hat Russland westliche Messaging-Apps wie WhatsApp sowie sehr beliebte Plattformen wie Telegram und Signal verboten.
Der Kreml hat die im Inland entwickelte MAX-App als Alternative beworben, doch Kritiker sagen, die App sei höchstwahrscheinlich ein Mittel für die russischen Behörden, um die Gespräche von Durchschnittsbürgern genauer zu überwachen.
Sogar Bürger der russischen Hauptstadt Moskau erleben Ausfälle des mobilen Internets, da der Zugang aufgrund des Risikos von „Terroranschlägen“ (was der Kreml als ukrainische Drohnenangriffe bezeichnet) gedrosselt wird.
Das Vorgehen scheint sich auch wenige Tage vor den traditionellen russischen Siegesfeierlichkeiten zu verschärfen.
Signal bricht ab
Laut BBC News Russia stellten Bewohner in Moskau und St. Petersburg fest, dass sie plötzlich vom Netz getrennt wurden, da die Mobilfunkdienste am 5. Mai in beiden Städten auszufallen begannen.
Große Telekommunikationsanbieter verschickten im Voraus Mitteilungen an ihre Kunden über diese bevorstehenden Ausfälle. Die Dienstunterbrechungen sind sicherlich keine zufälligen technischen Störungen.
Es handelt sich um bewusste, geplante Maßnahmen, die mit den bevorstehenden Siegesfeierlichkeiten in Verbindung stehen.
Weit verbreitete Netzwerkprobleme
Nutzer mehrerer großer Netzwerke spüren die unmittelbaren Auswirkungen. Kunden von MTS, T2, Beeline und Yota haben alle erhebliche Verbindungsprobleme erlebt.
Das lokale Nachrichtenportal Fontanka berichtete über weit verbreitete Dienstunterbrechungen in ganz St. Petersburg. Der digitale Blackout beeinträchtigt den Alltag in diesen dicht besiedelten Gebieten erheblich.
Diesen Mobilfunkproblemen ging eine Welle früherer Konnektivitätsprobleme voraus. Nur wenige Tage zuvor, am 2. Mai, beeinträchtigten Störungen die festen Internetverbindungen in Haushalten in der gesamten Moskauer Region.
Sicherheitsprotokolle als Grund genannt
Die offizielle Erklärung an die Öffentlichkeit verweist auf Sicherheitsprotokolle. Telekommunikationsunternehmen informierten die Nutzer, dass die vorübergehenden Einschränkungen für Mobilfunkdaten und Textnachrichten aus „Sicherheitsgründen“ eingeführt wurden.
Bewohner in den betroffenen Gebieten müssen die digitale Stille abwarten. Bis zum Abschluss der Feierlichkeiten wird die Navigation in diesen Großstädten eine Rückkehr zu analogen Methoden erfordern.
Smartphones werden für die grundlegende Kommunikation nur sehr eingeschränkte Unterstützung bieten. Vorerst hat die physische Sicherheit Vorrang vor digitalem Komfort.
Schaffung eines „russischen Internets“
Das Internet in China ist als „souveränes Internet“ bekannt, was bedeutet, dass eine massive Firewall Nutzer daran hindert, auf Inhalte zuzugreifen, die von den Behörden nicht genehmigt wurden.
Analysten legen nahe, dass Russland versucht, seine eigene Version eines souveränen Internets zu schaffen, mit einem staatlich kontrollierten „Whitelist“-System genehmigter Anbieter und Quellen.
Im Februar berichtete Radio Free Europe/Radio Liberty, dass der russische Föderale Sicherheitsdienst (FSB) erweiterte Befugnisse erhalten habe, einschließlich der Möglichkeit, einseitig Abschaltungen von Internet- und Mobilfunkkommunikation anzuordnen.
Im selben Monat bewertete das Institute for the Study of War, dass zunehmende Einschränkungen des freien Internets in Russland ein Zeichen der Schwäche des Kremls seien.
Quellen: BBC News Russia, Ukrainska Pravda, The Institute for the Study of War, Australian Broadcasting Corporation, Radio Free Europe/Radio Liberty