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Britische Marine bestätigt einmonatige Überwachung eines russischen Kriegsschiffs vor der Küste

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Die russische Fregatte soll vom Westen des Vereinigten Königreichs in die Nordsee gefahren sein.

Britische Seeleute verbrachten den letzten Monat damit, die Gewässer zu überwachen, während ein russisches Kriegsschiff direkt durch die Doverstraße fuhr – und es war nicht allein.

The Guardian und The Independent berichteten, die Fregatte, bekannt als Admiral Grigorovich, habe sechs verschiedene Schiffe durch die stark befahrene Wasserstraße eskortiert. Mindestens drei dieser Frachtschiffe unterliegen derzeit internationalen Wirtschaftssanktionen, so britische Medienberichte.

Laut The Independent bestätigte ein Sprecher der Royal Navy, dass vier britische Militärschiffe und mehrere Hubschrauber den Konvoi jeden Tag verfolgten.

Die russische Flotte versorgte sich sogar in der Nähe eines Windparks vor der Küste Suffolks neu.

Gewinne der Schattenflotte

Moskau ist stark auf eine riesige Flotte alternder Öltanker angewiesen. Diese Schattenflotte fährt unter obskuren Flaggen, um Treibstoff weltweit zu verkaufen.

Premierminister Keir Starmer kündigte Ende März an, die Regierung werde damit beginnen, diese sanktionierten Schiffe zu beschlagnahmen. Er versprach, „Putins Kriegsmaschine von den schmutzigen Gewinnen abzuschneiden, die seine barbarische Kampagne in der Ukraine finanzieren“.

Diese scharfen Worte scheinen eine sehr sichtbare Reaktion ausgelöst zu haben. Bewaffnete Eskorten sind bei gewöhnlichen kommerziellen Schifffahrtsoperationen höchst ungewöhnlich.

Unverhältnismäßiger Machteinsatz

Elisabeth Braw, Analystin beim Atlantic Council, wies darauf hin, wie ungewöhnlich diese Taktik sei. Gegenüber The Guardian erklärte Braw, dies sei völlig unverhältnismäßig; Marinen eskortierten Schiffe normalerweise nur, wenn eine klare militärische Bedrohung bestehe, etwa durch die Huthis im Roten Meer.

Durch den Einsatz von Fregatten schützt Moskau eine wichtige nationale Einnahmequelle. Braw fügte hinzu, es sei offensichtlich, dass die Russen keine Fregatte entsenden würden, wenn sie glaubten, dass diese Schiffe keine Probleme bekommen würden.

Die Gefahr einer militärischen Konfrontation hat die Küstenstaaten zögern lassen. Das Vereinigte Königreich hat seit der Ankündigung der neuen Befugnisse tatsächlich keinen einzigen Schattentanker beschlagnahmt.

Quellen: The Guardian, Atlantic Council, UK Government, The Independent