Der britische Premierminister Keir Starmer hat wachsende öffentliche Frustration eingeräumt, nachdem Labour bei den jüngsten Kommunalwahlen schwere Rückschläge erlitten hatte, während Nigel Farages Reform UK erhebliche Gewinne verzeichnen konnte.
DR News berichtete, dass Starmer die Verantwortung für die Ergebnisse übernommen, einen Rücktritt als Parteivorsitzender jedoch ausgeschlossen habe.
Labours Rückschläge nehmen zu
„Die Wahlergebnisse der letzten Woche *seien* hart, sehr hart gewesen. Wir *hätten* einige fähige Vertreter für Labour verloren“, erklärte Starmer in einer Rede in London.
„Und ich *übernehme* dafür die Verantwortung.“
Laut DR News habe Labour bei den Kommunalwahlen in ganz England erheblich an Boden verloren, während sie in Wales zum ersten Mal seit fast drei Jahrzehnten die Macht verloren habe.
Farage gewinnt an Boden
Reform UK, angeführt von der Brexit-Kampagnenfigur Nigel Farage, ging als einer der größten Gewinner aus den englischen Kommunalwahlen hervor.
In Schottland sollen Labour und Reform UK Berichten zufolge die gleiche Anzahl an Parlamentssitzen errungen haben, während die Schottische Nationalpartei die stärkste Kraft geblieben sei.
DR News stellte fest, dass Plaid Cymru ebenfalls zur dominierenden Partei in Wales aufgestiegen sei, nach dem Niedergang von Labour.
Unzufriedenheit eingeräumt
Starmer räumte Unzufriedenheit sowohl mit der Politik als auch mit seiner Führung ein.
„Ich *wisse*, dass die Menschen mit dem Zustand Großbritanniens frustriert *seien*. Frustriert mit der Politik. Und einige *seien* frustriert mit mir“, sagte er.
„Ich *wisse*, dass es Zweifler *gebe*, und ich *müsse* ihnen zeigen, dass sie sich irren, und das *werde* ich tun.“
Europa wieder im Fokus
Laut DR News nutzte Starmer die Rede, um engere Beziehungen zur Europäischen Union zu versprechen, nach Jahren der Spannungen infolge des Brexits.
„Diese Labour-Regierung *werde* sich durch den Wiederaufbau unserer Beziehungen zu Europa definieren“, sagte er.
Starmer griff Farage auch wegen des Austritts Großbritanniens aus der EU an und warf ihm vor, die Wähler während der Brexit-Kampagne in die Irre geführt zu haben.
„Er *habe* Großbritannien an der Nase herumgeführt. Er *sei* nicht nur ein Betrüger, er *sei* auch ein Ritter in glänzender Rüstung“, sagte Starmer.
Der Premierminister argumentierte, dass verbesserte Beziehungen zu Europa Großbritannien wirtschaftlich, militärisch und diplomatisch stärken *würden*, nach Jahren angespannter Beziehungen unter früheren konservativen Regierungen.
Quellen: DR News.