Der russischen Führung werden Berichten zufolge zunehmend Herausforderungen durch militärische Rückschläge, wirtschaftlichen Druck und abnehmende öffentliche Unterstützung bereitet. Beobachter äußern Bedenken, dass die zunehmende Isolation an der Spitze erhebliche politische Konsequenzen haben könnte.
Vladimir Putins zunehmende Abgeschiedenheit und sein Vertrauen auf die russischen Sicherheitsdienste könnten ihn verwundbar machen, so der im Exil lebende Geschäftsmann Mikhail Chodorkowski.
Die Warnung kommt, während der russische Präsident Berichten zufolge mit militärischen Rückschlägen, wirtschaftlicher Belastung und sinkender inländischer Unterstützung konfrontiert ist.
Chodorkowski, einst Russlands reichster Mann, verbrachte ein Jahrzehnt in einem sibirischen Gefängnis, nachdem er Putin wegen Korruption und Regierungsführung herausgefordert hatte.
Heute in London ansässig, erklärte er der Sun, dass das Verhalten des russischen Präsidenten an historische Diktatoren erinnere: „Putin hat viel getan, um den Eindruck zu erwecken, dass er wie Hitler ist.“
Er argumentierte, dass die Art und Weise, wie Russland den Krieg in der Ukraine führt, Parallelen zu den militärischen Strategien Deutschlands im Zweiten Weltkrieg aufweise.
Chodorkowski deutete an, dass diese Muster in Kombination mit Paranoia und Isolation zu einem „düsteren und einsamen“ Ausgang für den russischen Präsidenten führen könnten.
Sicherheitsbedenken
Die Sun berichtet, dass Putin längere Zeit in geheimen Bunkern verbracht habe, angeblich aus Angst vor ukrainischen Drohnenangriffen und möglichen Putschen innerhalb der russischen Elite.
Eine europäische Geheimdienstquelle habe seit März 2026 erhöhte Vorsichtsmaßnahmen im Kreml festgestellt, wobei diese Angaben nicht unabhängig überprüft wurden.
Chodorkowski betonte, dass Putins Macht auf Propaganda und Sicherheitsdiensten beruht.
Er behauptete, dass das nachlassende öffentliche Vertrauen – unter Berufung auf staatliche Umfragen, die zeigen, dass derzeit nur 71 % der Russen den Präsidenten unterstützen – Putin zwingen könnte, sich ausschließlich auf seinen Sicherheitsapparat zu stützen, was potenzielle interne Gefahren mit sich bringe.
Der russischen Armee wird Berichten zufolge ein Verlust von rund 1,2 Millionen Soldaten zugeschrieben, einschließlich getöteter, verwundeter oder vermisster Personen, berichtet die Sun.
Die Militärausgaben beliefen sich 2025 auf geschätzte 15,5 Billionen Rubel (£144 Milliarden), während die Lebensmittelpreise innerhalb von zwei Jahren um fast 19 % stiegen. Chodorkowski erklärte, dass diese Belastungen die Isolation und Ineffizienz von Putins Regierungssystem verschärften.
Er fasste das Problem zusammen, indem er darauf hinwies, dass die Strukturen des Kremls Gehorsam durch Bestechung oder Zwang erzwingen, wodurch Beamte verwundbar werden, wenn sie sich weigern, Befehle zu befolgen.
Historische Vergleiche
Chodorkowski verglich Putins Werdegang mit dem von Adolf Hitler und Josef Stalin. Er erklärte, dass Stalin in Isolation starb, von seinem Umfeld verlassen, und warnte, dass Putin einen ähnlichen Weg gehen könnte:
„Putins Ausmaß an Repression ist etwa 100 Mal geringer als das von Stalin. Die Propaganda vermittelt jedoch den Eindruck einer ähnlichen Kontrolle über seine Elite.“
Seit der Invasion in die Ukraine sollen mehr als 20.000 Russen wegen Äußerungen festgenommen worden sein, und Chodorkowski selbst wurde im Oktober 2025 von der russischen Regierung wegen der Aktivitäten seines Anti-Kriegs-Komitees im Ausland als „Terrorist“ eingestuft.
Chodorkowski erklärte, dass er Putin direkt mit diesen systemischen Problemen konfrontiert habe und argumentierte, dass die wirtschaftlichen und bürokratischen Belastungen, die ins System eingebaut sind, nicht tragfähig seien und weit verbreitete Korruption förderten.
Quellen: The Sun