Trump behauptet, er könne den Krieg in der Ukraine beenden, doch Experten bezweifeln, dass er Anerkennung für die Lösung früherer Konflikte verdient.
Donald Trump kündigte am Dienstag an, dass er Russland höchstwahrscheinlich noch in diesem Jahr besuchen werde, berichtet TASS.
Trump stellt sich indirekt selbst als möglichen Friedensstifter dar und sagt, dass er den Krieg zwischen der Ukraine und Russland beenden wolle.
Er glaubt, dass er habe, was nötig sei, um den Krieg zu beenden. „I’ve settled eight wars. That war is getting closer. Believe it or not, it’s getting closer. And we think we are going to end up getting a settlement between Russia and Ukraine“, sagte Trump.
Konflikte, die nur wenige Tage dauerten
Laut BBC entspricht Trumps Behauptung, er habe acht Kriege beendet, jedoch nicht ganz der Wahrheit.
Stattdessen verweist die BBC auf Konflikte, die nur wenige Tage andauerten und nie weiter eskalierten. Außerdem sei unklar, ob die Friedensabkommen langfristig Bestand haben würden.
Aus diesen Gründen gibt es eine große Debatte darüber, ob Trump tatsächlich Anerkennung dafür verdient, acht Kriege gelöst zu haben.
„Es ist ein großer, aber sehr fragiler Erfolg“
Der Verteidigungs- und Außenpolitikexperte Michael O’Hanlon meint, dass „It is a big but very fragile accomplishment.“ Gleichzeitig hält er Trump laut BBC für den Präsidenten, der den größten Druck auf den Iran ausgeübt habe.
Dennoch müsse bedacht werden, dass ein Friedensabkommen, das langfristig Bestand haben soll, mehrere schwierige Maßnahmen erfordere, darunter Entwaffnung und die Bildung einer neuen Regierung auf Seiten der Hamas.
O’Hanlon betont jedoch, dass jeder, der zur Schaffung einer Zweistaatenlösung unter Einbeziehung des Iran beiträgt, Anerkennung für den Erfolg verdiene.
Quellen: TASS, BBC