Startseite Nachrichten Angela Rayner sagt, Starmer solle über die Führung „nachdenken“

Angela Rayner sagt, Starmer solle über die Führung „nachdenken“

Keir Starmer
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Angela Rayner wurde von vorsätzlichem Steuervergehen freigesprochen, wodurch ein großes Hindernis beseitigt wurde, das Spekulationen über eine mögliche zukünftige Kandidatur für die Parteiführung innerhalb der britischen Labour-Partei überschattet hatte.

Diese Entwicklung ereignet sich, während Premierminister Keir Starmer mit wachsender Unruhe innerhalb seiner eigenen Partei konfrontiert ist, nachdem schlechte Ergebnisse bei den Kommunalwahlen erzielt wurden und die Forderungen zunehmen, er solle zurücktreten, berichtet Reuters.

Spannungen in der Führung

Laut Reuters verzichtete Rayner darauf, zu bestätigen, ob sie Starmer herausfordern würde, falls es zu einem Führungswahlkampf käme, schlug aber vor, der Labour-Chef solle über seine Position „nachdenken“.

In am Donnerstag veröffentlichten Interviews erklärte Rayner, die Labour-Partei sei nicht schnell genug vorgegangen, um den Wählern, die mit wirtschaftlichem Druck zu kämpfen haben, den Wandel zu bringen.

„Ich werde meinen Teil dazu beitragen, alles zu tun, was wir können, um den Wandel herbeizuführen“, sagte sie dem Guardian, laut Reuters.

Reuters berichtete, dass über 90 Labour-Abgeordnete Starmer aufgefordert hätten, einen Zeitplan für seinen Abgang festzulegen, nachdem enttäuschende Wahlergebnisse in ganz England erzielt wurden.

Steuerermittlung eingestellt

Rayner gab außerdem bekannt, dass die britische Steuerbehörde sie von Vorwürfen im Zusammenhang mit Steuerhinterziehung freigesprochen habe.

Sie sagte, die Untersuchung sei ohne Bußgelder oder Strafen beendet worden und beschrieb die Entscheidung als Beweis dafür, dass sie nicht absichtlich versucht habe, Steuern zu hinterziehen.

Reuters bemerkte, dass das Thema ihren politischen Ruf zuvor geschädigt und zu ihrem Rücktritt aus dem Amt im letzten Jahr beigetragen habe.

Ein Sprecher der HMRC lehnte es ab, sich zu dem Fall zu äußern.

Labour-Spaltungen

Starmer, der Labour vor weniger als zwei Jahren zu einem erdrutschartigen Wahlsieg führte, steht nun vor der ernsthaftesten internen Herausforderung seiner Führung.

Reuters berichtete, dass Gesundheitsminister Wes Streeting, der als Vertreter des rechten Parteiflügels gilt, voraussichtlich zurücktreten und seine eigene Führungskampagne starten werde.

Auf dem linken Flügel von Labour sollen zu den potenziellen Herausforderern Rayner, Energieminister Ed Miliband und der Bürgermeister von Greater Manchester, Andy Burnham, gehören.

Die wachsende Unsicherheit hat die Finanzmärkte beunruhigt, wobei Anleger Berichten zufolge besorgt sind über die Möglichkeit einer stärker linksgerichteten Labour-Führung.

Finanzministerin Rachel Reeves warnte Kollegen, dass ein Führungskampf wirtschaftliche Instabilität schaffen könnte, gerade als Großbritanniens Wachstumszahlen beginnen, sich zu verbessern.

Quellen: Reuters, The Guardian