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Senat drängt auf Untersuchung von Alitos Investitionen

U.S. Supreme Court
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Eine Koalition von Kontroll- und Umweltorganisationen fordert den Justizausschuss des US-Senats auf, Richter Samuel Alito vom Obersten Gerichtshof wegen angeblicher Interessenkonflikte im Zusammenhang mit Investitionen in die Ölindustrie zu untersuchen.

Die Gruppen argumentieren, dass Alitos Beteiligung an klimabezogenen Fällen, die große Unternehmen für fossile Brennstoffe betreffen, richterliche Ethikstandards verletzen könnte, wie The Guardian berichtet.

Forderungen nach einer Untersuchung

Laut einem am Donnerstag versandten und von The Guardian zitierten Schreiben ist Alito derzeit der einzige Richter am Obersten Gerichtshof mit direkten Beteiligungen an Energieunternehmen.

Die Koalition erklärte, seine Entscheidungen über den Ausschluss in Öl- und Gasfällen „untergraben das öffentliche Vertrauen in die Unparteilichkeit des Gerichts“.

Zu den Gruppen, die den Antrag unterstützen, gehören die League of Conservation Voters, das Center for Biological Diversity, das Revolving Door Project und True North Research.

Klimaklagen

Der Streit dreht sich teilweise um einen Fall, an dem Exxon und Suncor Energy beteiligt sind und den der Oberste Gerichtshof Anfang dieses Jahres zur Verhandlung angenommen hat.

Laut The Guardian wollen die Unternehmen, dass das Gericht feststellt, ob Bundesrecht staatliche und lokale Regierungen daran hindert, Ölkonzerne wegen klimabedingter Schäden zu verklagen.

Alito zog sich aus dem Fall nicht zurück, obwohl er sich 2023 in einem verwandten Antrag, der dieselben Unternehmen betraf, zuvor für befangen erklärt hatte.

„Keinem Richter an irgendeinem Gericht, einschließlich des Obersten Gerichtshofs, sollte es gestattet sein, Fälle zu verhandeln, in denen er oder sie ein finanzielles Interesse hat“, sagte Lisa Graves, Geschäftsführerin von True North Research.

Finanzielle Bedenken

Im vergangenen Jahr eingereichte Finanzoffenlegungen zeigten, dass Alito zwischen 60.007 und 245.000 US-Dollar in mehreren Öl- und Energieunternehmen hielt, darunter ConocoPhillips und Phillips66.

Die Kontrollgruppen verwiesen laut dem von The Guardian zitierten Schreiben auch auf Investitionen, die über einen Vanguard-Fonds mit Exxon verbunden sind.

„Diese Beteiligungen allein sollten Richter Alito zwingen, sich aus dem Fall Boulder und den parallelen staatlichen Klimabetrugsfällen zurückzuziehen“, schrieben die Organisationen.

Ethikfragen

Die Gruppen hoben zusätzlich Alitos Beziehung zu dem milliardenschweren republikanischen Spender Paul Singer hervor, dessen Hedgefonds Berichten zufolge eine große Beteiligung an Suncor Energy besitzt.

ProPublica berichtete zuvor, dass Alito 2008 eine Privatjetreise von Singer annahm, ohne dies damals offenzulegen.

Alito verteidigte die Reise später im The Wall Street Journal und schrieb: „ProPublica legt nahe, dass mein Versäumnis, mich in diesen Fällen für befangen zu erklären, den Anschein der Unangemessenheit erweckt hat, aber das ist falsch.“

Der Oberste Gerichtshof führte 2023 seinen ersten formellen Ethikkodex ein, obwohl Kritiker sagen, dass dieser keine wirksamen Durchsetzungsmechanismen besitzt.

Quellen: The Guardian, ProPublica, The Wall Street Journal