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Kim Jong Un verstärkt Militär an der Grenze zu Südkorea

Kim Jong Un verstärkt Militär an der Grenze zu Südkorea

Technisch gesehen befinden sich die beiden Länder immer noch im Kriegszustand.

Nordkorea plant einen massiven Verteidigungsaufbau entlang seiner gemeinsamen Grenze zu Südkorea, wie Reuters unter Berufung auf das nordkoreanische Staatsmedium KCNA berichtete.

Laut KCNA kündigte der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un bei einem Treffen von Militärkommandeuren der gesamten Armee am Sonntag an, er wolle seine Frontlinieneinheiten drastisch aufrüsten.

Das letztendliche Ziel bestehe darin, eine von Kim als „uneinnehmbare Festung“ beschriebene Struktur zu schaffen und gleichzeitig den Krieg in der Region „gründlicher abzuschrecken“. Er erinnerte seine Führungskräfte zudem daran, sich weiterhin stark auf den südlichen Nachbarn zu konzentrieren.

Laut dem Staatsbericht mahnte er zu erhöhter Wachsamkeit gegenüber dem „Erzfeind“.

Regeländerungen

Die physischen Bauarbeiten sind bereits im Gange. Südkoreas Generalstab stellte am Montag fest, dass nordkoreanische Truppen seit Monaten neue Mauern und Grenzanlagen errichten.

Doch der nordkoreanische Machthaber strebt auch eine taktische Neuausrichtung an. KCNA berichtete, Kim fordere aktualisierte Trainingsroutinen, um den Realitäten moderner Kriegsführung gerecht zu werden.

Ein Sicherheitsexperte in Seoul geht davon aus, dass diese neue Ausrichtung aus der Beobachtung jüngster globaler Konflikte resultiert. Hong Min ist leitender Forschungswissenschaftler am Korea Institute for National Unification.

Er äußerte die Vermutung, Pjöngjang nehme die aktuelle Nutzung von Drohnen und elektronischer Kriegsführung in der Ukraine und im Nahen Osten genau zur Kenntnis.

Technisch gesehen immer noch im Kriegszustand

Obwohl der Koreakrieg von 1950 bis 1953 dauerte, einigten sich die beiden Länder nie auf ein Friedensabkommen.

Stattdessen wurde im Juli 1953 das koreanische Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet, das die Demilitarisierte Zone (DMZ) zwischen Nord- und Südkorea etablierte und die aktiven Feindseligkeiten beendete.

Die Grenze war im Laufe der Jahre Schauplatz zahlreicher Provokationen, darunter Informationskriegsführung, Raketentests und sogar militärische Pattsituationen.

Quellen: KCNA, Generalstab Südkoreas, Vereinigungsministerium Südkoreas, Korea Institute for National Unification, Reuters