Gesundheitsbehörden in Kalifornien warnen die Bewohner vor dem Verzehr von Wildpilzen, nachdem ein zunehmender Vergiftungsausbruch in den letzten Monaten Dutzende ins Krankenhaus und mehrere Menschen in den Tod riss.
Die jüngsten Fälle traten diese Woche in Nordkalifornien auf, wo drei weitere Erwachsene medizinische Behandlung benötigten, nachdem sie giftige Pilze verzehrt hatten, die im Napa County gesammelt wurden, berichtet The Express.
Neue Krankenhauseinweisungen
Laut kalifornischen Gesundheitsbehörden, die von The Express US zitiert werden, sammelten die jüngsten Opfer Wildpilze im Gebiet Deer Park nahe dem Silverado Trail im Napa County.
Beamte erklärten, keiner der hospitalisierten Personen sei ein lokaler Bewohner gewesen.
Die neuen Vorfälle erhöhen die Gesamtzahl der gemeldeten Pilzvergiftungen in Kalifornien seit November auf fast 50.
Staatliche Gesundheitsbehörden berichteten, dass mindestens vier Menschen während des Ausbruchs gestorben sind, während mehrere andere nur nach Lebertransplantationen überlebten.
Gefährliches Wachstum
Die meisten Vergiftungen ereigneten sich während der Regenzeit in der Bay Area zwischen November und Februar.
Experten erklärten dem San Francisco Chronicle, dass ungewöhnlich feuchte und warme Wetterbedingungen zu einem erheblichen Anstieg des Wachstums gefährlicher Pilze beigetragen hätten, darunter Knollenblätterpilze (Death Cap) und Weiße Knollenblätterpilze (Western Destroying Angel).
Die Gesundheitsbeauftragte des Napa County, Dr. Christine Wu, sagte, jüngste Regenfälle hätten zur Wiederkehr giftiger Wildpilze in Kalifornien, einschließlich in Napa, beigetragen.
Sie warnte, dass selbst erfahrene Pilzsammler irrtümlich tödliche Sorten verzehren könnten, da giftige Pilze oft essbaren Arten sehr ähnelten.
Gesundheitswarnung
Kalifornische Gesundheitsbeamte erklärten, viele der Betroffenen giftige Pilze mit ähnlichen Sorten verwechselt haben könnten, die üblicherweise in ihren Heimatländern gesammelt würden.
Die Behörden bemerkten, dass die Zahl der Vergiftungen in dieser Saison höchst ungewöhnlich sei.
Laut dem San Francisco Chronicle verzeichnet Kalifornien normalerweise weniger als fünf Pilzvergiftungsfälle pro Jahr, was den aktuellen Ausbruch zu einem der größten in der modernen Geschichte des Bundesstaates mache.
Medizinische Experten betonten zudem, dass das Kochen oder Abkochen giftiger Pilze gefährliche Toxine nicht entferne.
Öffentliche Hinweise
Gesundheitsbehörden fordern die Bewohner dringend auf, den Verzehr von Wildpilzen zu vermeiden, es sei denn, diese wurden professionell als sicher identifiziert.
Beamte rieten Eltern auch, Kinder, die im Freien in Parks oder bewaldeten Gebieten spielen, wo Pilze wachsen könnten, genau zu überwachen.
Tierhalter wurden ebenfalls gewarnt, Tiere von unidentifizierten Pilzen fernzuhalten, da viele giftige Arten auch für Hunde und andere Haustiere tödlich sein können.
Die Behörden sagen, es sollte sofort medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden, wenn jemand nach dem Verzehr von Wildpilzen Symptome entwickelt.
Quellen: The Express US, California Department of Health, San Francisco Chronicle