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NASA verfolgt riesigen Asteroiden, der die Erde gefährlich nah passiert

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Astronomen verfolgen einen kürzlich entdeckten Asteroiden, der am Montagabend einen bemerkenswert nahen Vorbeiflug an der Erde absolvieren soll.

Der erst vor wenigen Tagen identifizierte Asteroid wird voraussichtlich der Erde wesentlich näher kommen als der Mond – obwohl Wissenschaftler keine Einschlaggefahr sehen, berichtet NBC News.

Asteroid vor Tagen entdeckt

Der Asteroid mit dem Namen 2026 JH2 wurde am 10. Mai von Forschern des Mount Lemmon Survey in Arizona erstmals entdeckt.

Nach Angaben der Europäischen Weltraumorganisation misst das Objekt etwa 19 Meter im Durchmesser.

NASA-Daten zeigen, dass der Asteroid die Erde während seiner größten Annäherung in einem Abstand von etwa 91.700 Kilometern passieren wird – deutlich näher als der durchschnittliche Abstand des Mondes von fast 384.600 Kilometern.

Wissenschaftler erklären, dass derart nahe Vorbeiflüge für Objekte dieser Größe ungewöhnlich, aber nicht beispiellos seien.

Von der Erde aus sichtbar

Das Jet Propulsion Laboratory der NASA teilte mit, dass der Asteroid seinen erdnächsten Punkt voraussichtlich gegen 18 Uhr Eastern Time erreichen werde.

Bei seiner Annäherung könnte das Objekt hell genug werden, um von Amateurastronomen mit kleinen Teleskopen beobachtet zu werden.

Das Virtual Telescope Project in Italien hat ebenfalls angekündigt, eine Live-Online-Übertragung des Vorbeiflugs mithilfe von Fernteleskopen anzubieten.

Weltraumorganisationen überwachen routinemäßig erdnahe Objekte, um zu berechnen, ob eine zukünftige Bedrohung besteht.

Vergleiche mit Tscheljabinsk

Die Größe des Asteroiden hat Vergleiche mit dem Tscheljabinsk-Meteor ausgelöst, der 2013 über Russland explodierte.

Dieser Meteor, dessen Durchmesser auf etwa 18 Meter geschätzt wurde, detonierte in der Atmosphäre und beschädigte Tausende von Gebäuden, nachdem Schockwellen Fenster in der gesamten Region zersplittert hatten.

Die NASA erklärte später, dass die Explosion etwa 30-mal mehr Energie freigesetzt habe als die Atombombe von Hiroshima.

Im Gegensatz zum Tscheljabinsk-Meteor jedoch sehen Astronomen in 2026 JH2 keine bekannte Bedrohung für die Erde.

Größerer Asteroid voraus

Wissenschaftler bereiten sich auch auf den wesentlich näheren zukünftigen Vorbeiflug des Asteroiden Apophis vor.

Das massive Objekt, das einen Durchmesser von etwa 366 Metern misst, wird voraussichtlich im April 2029 in einem Abstand von etwa 32.200 Kilometern an der Erde vorbeifliegen.

Die OSIRIS-APEX-Raumsonde der NASA soll Apophis während dieser Annäherung untersuchen.

Die Mission könnte jedoch Berichten zufolge im Rahmen vorgeschlagener US-Haushaltskürzungen, die Dutzende von NASA-Programmen betreffen, gestrichen werden.

Quellen: NBC News, NASA, European Space Agency