Ein lokaler Fall ist Gegenstand offizieller Ermittlungen geworden. Die Umstände werden überprüft, während sich die Einwohner auf eine öffentliche Gedenkveranstaltung vorbereiten.
Die Gemeinde Brión hat nach dem Tod eines zweijährigen Mädchens am Mittwoch in der galicischen Gemeinde eine zweitägige offizielle Trauerzeit ausgerufen, berichtet die Regionalzeitung La Voz de Galicia.
An kommunalen Gebäuden wurden die Flaggen für Donnerstag und Freitag auf Halbmast gesetzt. Die Einwohner wurden außerdem dazu aufgerufen, am Freitagmittag auf dem Platz vor dem Rathaus eine Schweigeminute abzuhalten.
Die Gemeinde sprach der Familie des Kindes ihr „tiefstes Beileid und unsere volle Unterstützung“ aus und erklärte laut The Guardian, dass kommunale Hilfsangebote „in diesen schweren Zeiten“ zur Verfügung stehen würden.
Die Kriminalpolizei der Guardia Civil untersucht den Vorfall.
Ermittler überprüfen den Fahrweg des Vaters
La Voz de Galicia berichtet, dass der Vater am Morgen mit seinen beiden Kindern im Auto das Haus verlassen hatte. Nachdem er das ältere Kind zur Schule gebracht hatte, wollte er anschließend das jüngere Mädchen in die Kindertagesstätte bringen.
Offenbar wurde dieser Ablauf durch einen Telefonanruf unterbrochen. Der Vater fuhr daraufhin zum Familienbetrieb und ließ das Mädchen im geparkten Fahrzeug zurück, ohne es zu bemerken.
Der Vorfall wurde gegen 15 Uhr entdeckt, als die Mutter des Mädchens zur Kindertagesstätte kam und informiert wurde, dass das Kind dort nicht angekommen war.
Die Rettungskräfte wurden alarmiert, und das Mädchen wurde in ein Gesundheitszentrum in Bertamiráns in Ames gebracht. Sie wurde mit Herz-Kreislauf-Stillstand eingeliefert und starb dort.
Hohe Temperaturen als möglicher Faktor
Das spanische Medium berichtete, dass hohe Temperaturen und Dehydrierung zu der Tragödie beigetragen hätten.
The Guardian schrieb unter Berufung auf die spanische Wetterbehörde Aemet, dass Teile des Landes ungewöhnlich hohe Temperaturen für den Monat Mai erlebt hätten, wobei in einigen Regionen Temperaturen zwischen 36 und 38 Grad erreicht wurden.
Sicherheitsexperten warnen davor, dass sich geparkte Fahrzeuge sehr schnell aufheizen können und kleine Kinder besonders gefährdet sind, da ihre Körpertemperatur schneller ansteigt als die von Erwachsenen.
La Voz de Galicia erwähnte außerdem einen ähnlichen Fall in O Porriño im Jahr 2023, bei dem ein zweijähriger Junge starb, nachdem er im Auto zurückgelassen worden war, während seine Mutter zur Arbeit ging.
Quellen: La Voz de Galicia, The Guardian