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Himalaya-„Smiley“-Spinne in Indien entdeckt

happy-face spider of Kauai
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Forscher identifizierten bei der Untersuchung von Bergökosystemen bei Feldarbeiten in Nordindien ein ungewöhnliches Spinnentier. Der Fund hat neue Diskussionen darüber ausgelöst, wie ähnliche Merkmale bei Arten entstehen können, die durch enorme Entfernungen voneinander getrennt sind.

Eine gelbgrüne Spinne mit smileyähnlichen Markierungen wurde in den Bergwäldern von Uttarakhand identifiziert.

Wissenschaftler sagen, dass ihre Ähnlichkeit mit der hawaiianischen „Smiley“-Spinne Hinweise auf unabhängige Evolution in weit entfernten Lebensräumen liefern könnte.

Die Art wurde in der Fachzeitschrift Evolutionary Systematics in einer Arbeit von Ashirwad Tripathy und Devi Priyadarshini beschrieben. Sie erhielt den Namen Theridion himalayana, mit dem vorgeschlagenen Trivialnamen Himalaya-„Smiley“-Spinne.

Während einer Ameisenstudie entdeckt

Die Feldforschung konzentrierte sich ursprünglich auf Ameisen, berichten The Independent und PEOPLE.

Dazu kam es, nachdem Spinnenmaterial aus Hochgebirgsregionen zur Identifizierung an Priyadarshini geschickt worden war.

„Ich erstarrte vor Schock, weil ich die hawaiianische Spinne bereits während meines Masterstudiums gesehen hatte, und ich wusste sofort, dass wir einen Volltreffer gelandet hatten – wegen ihrer verblüffenden Ähnlichkeit“, sagte Priyadarshini.

Die Entdeckung ist der erste bekannte Nachweis einer „Smiley“-Spinne außerhalb Hawaiis.

Forscher dokumentierten 32 Farbvarianten

Die Studie untersuchte 61 Spinnen, die in Makku, Tala und Mandal im Bundesstaat Uttarakhand gesammelt wurden.

Die Forscher registrierten 32 Farbvarianten und ordneten sie fünf übergeordneten Mustertypen zu.

Eine DNA-Analyse ergab einen genetischen Unterschied von etwa 8,5 Prozent zur hawaiianischen „Smiley“-Spinne.

Das Ergebnis stützt die Annahme, dass sich die Himalaya-Art als eigenständige asiatische Linie entwickelt hat.

Die Markierungen könnten eine Funktion für das Überleben haben, ihre Funktion bleibt jedoch ungeklärt. „Das deutet definitiv auf ein tieferes genetisches Rätsel hin“, sagte Priyadarshini.

Ein Lebensraum auf Blattebene

Der Studie zufolge wurden die Spinnen hauptsächlich auf den Unterseiten breiter Blätter in feuchten gemäßigten Himalaya-Wäldern gefunden, häufig in Höhen zwischen 2.000 und 2.200 Metern über dem Meeresspiegel.

Die Forscher stellten außerdem eine botanische Parallele fest, die weiter untersucht werden könnte. Die Himalaya-Spinnen wurden häufig auf Ingwerpflanzen gefunden, während auch die hawaiianische Art dabei beobachtet wurde, Ingwer zu nutzen – obwohl die Pflanze dort invasiv ist.

„Wie kamen die Spinnen dazu, ausgerechnet eine invasive Art und genau Ingwer auszuwählen?“, fragte Priyadarshini.

Die Studie warnt davor, dass Tourismus, Straßenbau und Bauarbeiten in Teilen des Lebensraums die Art unter Druck setzen könnten, insbesondere wenn Mikrohabitate auf Blattebene gestört werden, bevor die erwachsenen Tiere später im Jahr ausgereift sind.

Quellen: Evolutionary Systematics, The Independent, PEOPLE