Donald Trump kokettiert häufig mit der Idee, Amtszeitbegrenzungen gänzlich zu ignorieren.
Politische Berater verbringen ihre Tage gewöhnlich damit, das Image des Chefs sorgfältig zu pflegen.
Sie lernen die täglichen Gesprächspunkte auswendig. Doch manchmal offenbart ein lockeres Fernsehgespräch genau das Gegenteil der offiziellen Linie.
Ein temporärer Aufenthalt
Karoline Leavitt gab kürzlich ein freundliches Fernsehinterview. Am Freitag war die Pressesprecherin des Weißen Hauses zusammen mit Lara Trump auf Fox News zu Gast, wie Huffpost berichtete.
Als sich das Gespräch den täglichen Herausforderungen widmete, Mutterschaft mit einer hochrangigen Regierungsaufgabe zu vereinbaren, bot die Top-Sprecherin eine bemerkenswert bodenständige Sichtweise ihrer Position.
Sie sagte dem Sender, sie sei stolz auf den öffentlichen Dienst, den ihre Rolle im Weißen Haus biete. Dann fügte sie einen entscheidenden Realitätscheck hinzu.
„Ich weiß, es ist temporär. Präsident Trump ist nur vier Jahre hier in D.C.“, sagte Leavitt laut HuffPost.
Träume von einer dritten Amtszeit
Diese einfache Aussage untergräbt vollständig ein Narrativ, das der Präsident seit Monaten aufgebaut hat. Hinter verschlossenen Türen und bei massiven Kundgebungen kokettiert Donald Trump häufig mit der Idee, Amtszeitbegrenzungen gänzlich zu ignorieren.
Er brachte das Konzept tatsächlich nur Stunden später beim verschobenen Dinner der White House Correspondents‘ Association zur Sprache. Vor der lachenden Menge setzte er sich einen roten „Trump 2028“-Hut auf.
Bei dieser Veranstaltung am Freitag sagte er Reportern und politischen Gästen: „Ich werde es wieder tun“, wie HuffPost berichtete.
Ähnliche Kommentare machte er im Mai gegenüber Absolventen der United States Coast Guard Academy. Der Oberbefehlshaber sagte der jungen Menge: „Ich werde 2028 hier sein. Vielleicht bin ich auch 2032 hier. Ich weiß es nicht.“
Einen Ausweg finden
Das höchste Gesetz des Landes verbietet diese erweiterten Ambitionen strikt. Der 22. Zusatzartikel der Verfassung besagt klar, dass „niemand mehr als zweimal in das Amt des Präsidenten gewählt werden darf.“
Doch der Präsident besteht darauf, dass seine Kommentare mehr als nur Kundgebungsgeplänkel sind. Während eines Interviews im Mai 2025 mit Kristen Welker von NBC News behauptete er, er habe „nicht gescherzt“, länger bleiben zu wollen.
Er sagte der Moderatorin, er glaube, es gäbe „Methoden“, um seine Zeit im Oval Office zu verlängern.
Vorerst scheint seine eigene Pressesprecherin diese großen Pläne vergessen zu haben. Sie erwartet, pünktlich ihre Sachen zu packen.
Quellen: HuffPost, Fox News, NBC News