Startseite Nachrichten Estland errichtet Hightech-Drohnenschild an russischer Grenze, während Spannungen eskalieren

Estland errichtet Hightech-Drohnenschild an russischer Grenze, während Spannungen eskalieren

Estonia Flag
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Das Leben neben einem mächtigen Nachbarn kann die Art und Weise, wie eine Gesellschaft über ihre eigene Sicherheit denkt, grundlegend verändern.

Während das tägliche Leben oberflächlich friedlich erscheinen mag, veranlassen zugrunde liegende Spannungen die Bürger, über das Überleben nachzudenken. Eine neue Untersuchung der öffentlichen Meinung zeigt, wie weit die Menschen bereit sind zu gehen, um ihre Heimat zu schützen, berichtet United24Media.

Bereit zum Kampf

Eine überwältigende Mehrheit der Menschen in Estland ist bereit, sich zu wehren, falls ein Feind ihre Grenzen überschreitet. Laut einer nationalen Verteidigungsumfrage, über die ERR berichtete, glauben 81 Prozent der Befragten, dass das Land bewaffneten Widerstand gegen äußere Aggression leisten muss.

Die vom Verteidigungsministerium in Auftrag gegebene Studie ergab, dass 62 Prozent der Menschen persönlich bereit sind, die Nation mit ihren individuellen Fähigkeiten zu verteidigen. Diese Bereitschaft ist in den letzten zwei Jahren konstant geblieben.

Die Ansichten unterscheiden sich jedoch geringfügig zwischen den Gemeinschaften. Unter ethnischen Esten äußerten 69 Prozent die Bereitschaft, sich an Verteidigungsbemühungen zu beteiligen, verglichen mit 48 Prozent der Einwohner anderer ethnischer Herkunft.

Das Vertrauen in die militärische Stärke des Landes bleibt bemerkenswert. Die Hälfte der Bevölkerung glaubt nun, dass die Nation sich gegen einen Eindringling behaupten kann, bis internationale Hilfe eintrifft.

Starker Rückhalt für das Bündnis

Die Unterstützung für militärische Vorbereitungen zeigt keine Anzeichen einer Abschwächung. Die Umfrage ergab, dass 81 Prozent der Bürger Reserveübungen befürworten, während 79 Prozent die Ausbildung alliierter Kampfflugzeuge in ihrem Luftraum unterstützen.

Die Finanzierung dieses Schutzes hat ebenfalls Priorität. Etwa 35 Prozent der Menschen wollen den Militärhaushalt erhöhen, während eine gleiche Anzahl die Ausgaben auf dem aktuellen Niveau halten möchte.

Die NATO-Mitgliedschaft bleibt unglaublich populär. Die Umfrage zeigte, dass 82 Prozent der Befragten im Bündnis bleiben wollen und 71 Prozent glauben, dass es große Konflikte erfolgreich abschreckt.

Anderen zu helfen ist ein weiterer wichtiger Aspekt der öffentlichen Meinung. Rund 67 Prozent der Menschen unterstützen die fortgesetzte Hilfe für die Ukraine, wobei diese Unterstützung unter ethnischen Esten auf 80 Prozent ansteigt.

Den Himmel überwachen

Während die Bürger über Verteidigung sprechen, errichten die Behörden physische Mauern gegen moderne Bedrohungen. Die estnische Polizei- und Grenzschutzbehörde hat laut Innenministerium gerade ihre ersten permanenten Drohnenüberwachungssysteme entlang der russischen Grenze in Betrieb genommen.

Diese neuen Überwachungssysteme sind an drei spezifischen Stellen entlang der südöstlichen Grenze in Betrieb. Teams setzen auch mobile Radareinheiten auf Anhängern ein, um schwieriges Gelände zu überwachen und tote Winkel zu eliminieren.

Quellen: United24Media, ERR