Das Jubiläumsprogramm umfasst Volksfeste, Feuerwerke und Veranstaltungen in mehreren Städten. In Washington richtet sich die größte Aufmerksamkeit auf eine abgesagte Konzertreihe und eine UFC-Arena, die nahe dem Weißen Haus errichtet wird.
Laut BBC News bereiten sich die Vereinigten Staaten mit Veranstaltungen von America250 und Freedom 250 auf ihren 250. Geburtstag vor.
America250 wurde vom Kongress gegründet, um überparteiliche Gedenkveranstaltungen zu organisieren, während Freedom 250 eine von Trump ins Leben gerufene öffentlich-private Partnerschaft ist.
Konzertpläne scheiterten
Auf der National Mall ist vom 25. Juni bis zum 10. Juli ein 16-tägiges Volksfest geplant, berichtet die BBC. Die Veranstaltung soll die Bundesstaaten, Territorien und Washington, D.C. präsentieren.
Eine mit dem Volksfest verbundene Konzertreihe geriet jedoch in Schwierigkeiten, nachdem mehrere Künstler ihre Teilnahme abgesagt hatten.
Wie BBC News berichtet, zogen sich Künstler wie Martina McBride, The Commodores, Young MC und Bret Michaels zurück. Einige verwiesen dabei auf die Verbindung der Veranstaltung zum Weißen Haus.
Trump kündigte später eine Kundgebung an. In einem Beitrag auf Truth Social schrieb er:
„Wir wollen keine Sänger ohne Talent, aber mit hohen Gagen, die euch einschläfern. Wir haben ihnen allen gesagt, sie sollen zu Hause bleiben.“

UFC zieht auf den Rasen
Die ungewöhnlichste Veranstaltung ist UFC Freedom 250, die am 14. Juni auf dem Südrasen des Weißen Hauses stattfinden soll – am selben Tag, an dem Trump seinen 80. Geburtstag feiert. BBC News berichtet, dass dort ein Kampfkäfig für rund 5.000 Zuschauer aufgebaut wird. Weitere 75.000 bis 100.000 Menschen sollen die Veranstaltung auf Bildschirmen in der Umgebung verfolgen können.
UFC-Präsident Dana White sagte dem Sports Business Journal:
„Wir übernehmen die gesamten Kosten.“
In The Guardian nutzte die Kolumnistin Marina Hyde den Käfig am Weißen Haus als zentrales Bild ihrer Kritik. Ihr Argument war nicht nur, dass eine UFC-Veranstaltung am Amtssitz des Präsidenten ungewöhnlich sei. Ihrer Ansicht nach spiegele die Arena die Vorliebe der Regierung für Dominanz, Demütigung, Loyalität und öffentliche Aggression wider.
Hydes Kolumne stellt das Oktagon als natürliche Fortsetzung der politischen Inszenierung der Trump-Ära dar. Sie beschreibt den Käfig als mehr als nur einen Austragungsort für professionelle Kämpfer. In ihrer Darstellung wird er zum perfekten Symbol einer Regierung, die Spektakel belohnt, öffentliche Loyalitätsbekundungen schätzt und Politik häufig in einen Wettbewerb um Dominanz verwandelt. Die Beamten und Mitarbeiter um Trump erscheinen dabei wie Teilnehmer dieses Umfelds, die um Anerkennung, Status und Nähe zur Macht konkurrieren.
Das Feuerwerk wird größer
Freedom 250 organisiert auch die Feuerwerksshow zum 4. Juli in Washington, berichtet die BBC. Die Vorführung soll etwa 40 Minuten dauern und mehr als 860.000 Feuerwerkskörper umfassen.
Außerhalb Washingtons gehören zu den America250-Plänen unter anderem der Ball Drop am Times Square, eine Zeitkapsel in Philadelphia, die bis zum Jahr 2276 versiegelt bleiben soll, ein Konzert in Los Angeles sowie Straßenfeste in mehreren Stadtvierteln.
Eine am 6. Juni eingereichte Bundesklage zielt jedoch darauf ab, die UFC-Veranstaltung zu stoppen. Die rechtliche Anfechtung verstärkt die allgemeine Debatte darüber, ob das Gelände des Weißen Hauses für eine groß angelegte Kampfsportveranstaltung im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten genutzt werden sollte.
Auch die Arbeiten am Reflecting Pool des Lincoln Memorial stehen vor einer rechtlichen Herausforderung. Laut BBC News versucht eine gemeinnützige Organisation, das Projekt zu stoppen. Sie argumentiert, die Regierung habe Gesetze missachtet, die Veränderungen an historischen Denkmälern einschränken.
Die beiden Fälle unterscheiden sich zwar voneinander, weisen jedoch auf dieselbe grundlegende Spannung hin. Das Jubiläum dreht sich nicht nur um Paraden, Feuerwerke und Reden. Es wirft auch Fragen darüber auf, wer die Kontrolle über öffentliche Gedenkstätten hat, wie weit Behörden bei deren Veränderung gehen dürfen und ob das nationale Gedächtnis als Kulisse für politische Inszenierungen genutzt werden sollte.
Diese Konflikte verleihen den Feierlichkeiten eine schärfere Note. Neben Fahnen, Konzerten und offiziellen Zeremonien werden nun Gerichte aufgefordert zu entscheiden, was an Orten mit besonderer Bedeutung für die amerikanische Geschichte gebaut, bemalt, verändert oder veranstaltet werden darf.
Quellen: BBC News, The Guardian, Sports Business Journal, Truth Social.