Ehemalige Formel-1-Fahrer prägen den Motorsport weiterhin – bei den diesjährigen 24 Stunden von Le Mans stehen gleich 16 Ex-F1-Piloten am Start.
Während die Formel 1 weiterhin die größte Bühne des Motorsports ist, haben immer mehr ehemalige Grand-Prix-Fahrer einen neuen Karriereweg im Langstreckensport gefunden, berichtet Formula1.com.
Dies zeigt sich deutlich bei den diesjährigen 24 Stunden von Le Mans, wo 16 ehemalige F1-Fahrer in der Startaufstellung stehen.
Einige reisen als etablierte Stars des Langstreckensports an. Andere sehen Le Mans weiterhin als Chance, ihre Karriere nach schwierigen Zeiten in der Formel 1 neu zu beleben.
Neue Kapitel
Robert Kubica zählt zu den bemerkenswertesten Beispielen. Der Pole galt einst als zukünftiger Weltmeister, doch ein schwerer Rallye-Unfall veränderte den Verlauf seiner Karriere.
Heute ist er der amtierende Le-Mans-Sieger, nachdem er im vergangenen Jahr mit Ferrari triumphiert hatte.
Beim selben Hersteller setzt Antonio Giovinazzi seinen erfolgreichen Wechsel von der Formel 1 in den Sportwagensport fort. Der Italiener war Teil von Ferraris historischem Sieg im Jahr 2023 und hat sich seitdem als Schlüsselfigur im Hypercar-Programm der Marke etabliert, berichtet Formula1.com.
Kevin Magnussen repräsentiert eine neuere Generation ehemaliger F1-Fahrer in der Meisterschaft. Nach dem Ende seiner Formel-1-Karriere verlagerte der Däne seinen Fokus auf BMWs Engagement in der Topklasse.
Größere Erfolge außerhalb der F1
Für mehrere Teilnehmer ist Le Mans zur Bühne geworden, auf der sie ihre größten Erfolge gefeiert haben.
Sébastien Buemi und Brendon Hartley schafften in der Formel 1 nie den Sprung an die Spitze, gewannen jedoch später sowohl Le Mans als auch Titel in der Langstrecken-Weltmeisterschaft.
Kamui Kobayashi hat sich seit seiner Zeit in der Formel 1 ebenfalls einen starken Namen im Langstreckensport gemacht, während André Lotterer bereits Le-Mans-Sieger war, bevor er seinen einzigen Grand Prix bestritt, berichtet Formula1.com.
Kurze F1-Karrieren
Zum diesjährigen Teilnehmerfeld gehören auch mehrere Fahrer, deren Formel-1-Karrieren nur von kurzer Dauer waren, berichtet Formula1.com.
Nyck de Vries, Jack Aitken, Logan Sargeant, Pietro Fittipaldi und Jack Doohan erhielten allesamt nur begrenzte Chancen in der Königsklasse, setzen ihre Karrieren nun jedoch auf der Bühne von Le Mans fort.
Gemeinsam mit Fahrern wie Sébastien Bourdais, Paul di Resta, Stoffel Vandoorne und Will Stevens tragen sie dazu bei, dass die diesjährige Ausgabe von Le Mans zu den F1-geprägtesten der jüngeren Vergangenheit zählt.
Quelle: Formula1.com