Der globale Kampf um Energie und Sanktionen spielt sich gewöhnlich in Gerichtssälen und internationalen Häfen ab.
Doch während Großmächte die Handelsrouten verschärfen, kann die Rhetorik rund um diese wirtschaftlichen Pattsituationen eine wahrhaft explosive Wendung nehmen, wie das ukrainische Staatsmedium United24Media berichtet.
Ein wilder Vorschlag
Ein prominenter russischer Politiker hat eine erschreckende Idee geäußert, um westliche Nationen daran zu hindern, Moskaus Vermögenswerte zu beschlagnahmen. United24Media berichtete, dass der Plan geheime Schiffe ins Visier nimmt. Russland ist stark auf diese Schiffe angewiesen, um globale Handelsbeschränkungen stillschweigend zu umgehen.
Der russische Senator Dmitri Rogosin äußerte seine schockierenden Kommentare am 14. Juni. Der Beamte, der einst Russlands Raumfahrtagentur Roskosmos leitete, ist der Meinung, dass russische Öltanker eingebaute Sprengstoffe mitführen sollten, um eine ausländische Kaperung zu verhindern.
Der Senator glaubt, dass eine vorsätzliche Umweltkatastrophe westliche Küstenwachen abschrecken würde. Er erklärte: „Wenn ein paar von ihnen direkt vor ihrer Nase mit einem Ölteppich und den entsprechenden Umweltfolgen explodieren, werden sie sofort zur Besinnung kommen.“
Konfrontation im Kanal
Dieser extreme Vorschlag folgte auf eine dramatische Seeoperation im Ärmelkanal. Das britische Verteidigungsministerium und Premierminister Keir Starmer bestätigten, dass britische Teams am 14. Juni eine sechsstündige nächtliche Operation durchführten, um einen Tanker namens Smyrtos festzuhalten.
Der ukrainische Militärgeheimdienst, bekannt als HUR, identifizierte das unter kamerunischer Flagge fahrende Schiff als Teil der russischen Schattenflotte. Das Schiff hatte trotz strenger internationaler Sanktionen Ölprodukte transportiert.
Der Tanker hatte tagelang Verstecken gespielt. Er lag im Finnischen Meerbusen mit deaktivierten Ortungssystemen, bevor er Kurs auf Ägypten nahm, nur um dann von britischen Kräften abgefangen zu werden.
Schattiges globales Netzwerk
Laut HUR wurde die Smyrtos von Kanada, der Schweiz, der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich auf die schwarze Liste gesetzt. Moskau ist auf Hunderte dieser alternden Schiffe angewiesen, um seine Wirtschaft am Laufen zu halten.
Das Ausmaß dieser verborgenen Flotte ist enorm. Die New York Times berichtete, dass Russlands Schattenflotte bis Anfang 2025 auf etwa 940 Schiffe angewachsen ist und damit rund 17 Prozent der weltweiten Tanker ausmacht.
Daten von S&P Global Market Intelligence zeigen, dass dieses Netzwerk Moskaus Handel am Leben hält. Der ukrainische Geheimdienst schätzt, dass diese Schiffe 75 Prozent der russischen Seeölexporte befördern, was sie zu Hauptzielen für westliche Blockaden macht.
Quellen: United24Media, The New York Times, S&P Global Market Intelligence