China und Russland dementieren beide die Berichte.
Anfang dieser Woche sagte die Spitzendiplomatin der Europäischen Union, Kaja Kallas, dass EU-Geheimdienste Berichte bestätigt hätten, wonach China Russland durch die Ausbildung von Militärpersonal für den Kampf in der Ukraine unterstütze.
Die Geheimdienstinformationen bilden die brisante Kulisse für die internationalen Staats- und Regierungschefs, die sich in Brüssel zum 35. Ramstein-Treffen versammeln. Hier trafen sich die NATO-Verteidigungsminister, um zu erörtern, wie globale Allianzen das Schlachtfeld neu gestalten.
Während einer gut besuchten Pressekonferenz zögerten die Reporter nicht lange. Sie konfrontierten NATO-Generalsekretär Mark Rutte direkt mit diesen brisanten Vorwürfen. Der Bündnischef wählte seine Worte mit größter Sorgfalt und weigerte sich, der Öffentlichkeit geheime Informationen preiszugeben.
Obwohl er es ablehnte, auf die spezifischen Details der Geheimdienstberichte einzugehen, machte Rutte eines vollkommen klar: Westliche Geheimdienstnetzwerke verfolgen Pekings Aktivitäten rund um die Uhr.
„Wir sind nicht naiv. Wir überwachen alles sehr präzise. Ich kann Ihnen zu diesem Zeitpunkt nicht mehr sagen – oder zumindest nicht in dieser offenen Pressekonferenz –, aber Sie können versichert sein, dass wir jeden Aspekt überwachen“, erklärte er vor den anwesenden Journalisten laut RBC-Ukraine.
Ein gefährliches Netzwerk
Für westliche Staats- und Regierungschefs sind die Berichte über Chinas Ausbildung russischer Soldaten für den Kampf in der Ukraine keine Einzelfälle. Vielmehr deuten sie auf einen weitaus umfassenderen und gefährlicheren Trend hin.
Rutte warnte, dass Moskau sich auf einen engen Kreis isolierter Nationen verlasse, um seine Militärkampagne am Leben zu erhalten.
„Wir wissen, dass Russland nicht allein ist, dass es entscheidende Unterstützung von Nordkorea, von China und vom Iran erhält“, erklärte Rutte.
Er merkte an, dass diese Partnerschaft auf Hinterzimmerabsprachen und nicht auf offiziellen Verträgen beruhe.
„Die vier Länder arbeiten eng zusammen, und es gibt gegenseitige Absprachen – vielleicht nicht immer rechtlich auf Papier festgehalten –, darüber, wer was für den anderen tut und was sie im Gegenzug erhalten.“
China und Russland weisen Berichte zurück
Sowohl die chinesische als auch die russische Regierung dementierten die Berichte umgehend.
Chinesische Beamte wiesen die Vorwürfe vollständig zurück und bezeichneten sie als billigen politischen Schachzug, um die Verantwortung für den Krieg abzuwälzen.
Unterdessen erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow, die Öffentlichkeit solle die Ausbildungsberichte mit großer Skepsis betrachten.