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Umfragen zeigen: Die meisten Amerikaner unterstützen weiterhin Maßnahmen gegen den Klimawandel

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Politische Debatten dominieren oft die Abendnachrichten und drängen langfristige Herausforderungen aus dem Rampenlicht.

Die Beobachtung dessen, was den normalen Bürgern wirklich wichtig ist, kann eine massive Kluft zwischen der öffentlichen Meinung und dem politischen Theater aufzeigen, berichtet The Guardian.

Klimastille

Regierungsführer in Washington haben ihren Fokus in jüngster Zeit von Umweltthemen abgewandt. Da das Weiße Haus fossile Brennstoffe stark fördert, haben viele Politiker aufgehört, über die globale Erwärmung zu sprechen. Selbst große Medien haben ihre Berichterstattung reduziert.

Doch die normale Bevölkerung sieht die Dinge ganz anders. Laut einem Bericht von The Guardian zeigen Umfragedaten, dass etwa zwei Drittel der Amerikaner weiterhin zutiefst besorgt über die Umwelt sind. Diese Zahl ist stabil geblieben, obwohl Inflation und internationale Konflikte den Nachrichtenzyklus dominieren.

Anthony Leiserowitz, Direktor des Klimakommunikationsprogramms an der Yale University, warnte, dass sich eine merkwürdige Kluft zwischen der öffentlichen Stimmung und der politischen Rhetorik gebildet habe. Er stellte fest, dass die Führungspersönlichkeiten das Thema unnötigerweise ignorierten.

Leiserowitz erklärte dem Nachrichtenportal: „Es gibt diese Spirale des Klimaschweigens. Ich habe sogar einige Anführer von Klimagruppen sagen hören: ‚Erwähnen Sie den Klimawandel nicht.‘ Ich weiß nicht, warum sie diese Entscheidung treffen sollten, es gibt absolut keine Beweise dafür, dass die Menschen sich weniger darum kümmern als zuvor.“

Windmühlenkriege

Die aktuelle Regierung hat aus ihrem Wunsch, grüne Energieprogramme im ganzen Land vollständig abzubauen, kein Geheimnis gemacht. Tatsächlich hat der Präsident Initiativen für saubere Energie häufig angegriffen. Seine Haltung machte er während einer Rede im März sehr deutlich.

Er erklärte: „Ich sage Ihnen stolz, dass wir versuchen werden, keine Windräder in den Vereinigten Staaten zu bauen.“

Trotz dieser aggressiven Rhetorik ist die Öffentlichkeit nicht bereit, auf saubere Energie zu verzichten. Schockierenderweise zeigen Umfragen der Yale University, dass lediglich 7 Prozent der Wähler eine Reduzierung erneuerbarer Energien unterstützen. Diese Spaltung durchzieht traditionelle politische Grenzen.

Er erklärte: „Die Ansicht des Präsidenten wird von den meisten Amerikanern oder sogar den meisten konservativen Republikanern nicht geteilt.“

Steigende Haushaltskosten

Diese politische Diskrepanz tritt auf, während extreme Wetterereignisse die Haushalte im ganzen Land finanziell belasten. Heftige Hitzewellen und intensive Stürme machen das tägliche Leben für die Durchschnittsfamilie erheblich teurer.

Eine aktuelle Studie zeigt, dass der durchschnittliche amerikanische Haushalt aufgrund der Klimaauswirkungen nun jährlich zwischen 400 und 900 US-Dollar zusätzlich zahlt. Kimberly Clausing, Ökonomin an der UCLA School of Law, war Mitautorin der Studie und hob die wachsende finanzielle Belastung hervor.

Clausing erklärte der Publikation: „Der Status quo hat viele wirklich negative Folgen für amerikanische Haushalte.“

Quellen: The Guardian