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Wie man Trump erwähnt, ohne seinen Namen zu nennen: Michelle Obamas Nobelpreis-Anspielung trifft ins Schwarze

Michelle Obama
The Barack Obama Foundation

Eine Veranstaltung brachte Politik, Musik und Erinnerungen an den öffentlichen Dienst zusammen. Ein kurzer Satz verlieh der Feier eine deutlich politische Note.

Bei der Einweihungszeremonie des Obama Presidential Center in Chicago am Donnerstagabend machte die ehemalige First Lady Michelle Obama eine Würdigung ihres Ehemanns zu einem der meistdiskutierten Momente der Veranstaltung.

Laut Forbes und Newsweek zählte Michelle Obama mehrere Ereignisse aus Barack Obamas Amtszeit auf, als sie bei einem Punkt innehielt, der sofort Reaktionen hervorrief: „den Gewinn eines Friedenspreises“.

Das Publikum reagierte mit Applaus und Gelächter, und Hillary Clinton, die in der Nähe von Barack Obama auf der Bühne saß, war lachend zu sehen, während der Beifall anhielt.

Die Bemerkung sorgte für politische Aufmerksamkeit

Forbes wertete die Aussage als direkten Seitenhieb auf Präsident Donald Trump, obwohl Michelle Obama ihn nicht namentlich erwähnte.

Trump hat wiederholt erklärt, dass er den Friedensnobelpreis verdiene, und Obamas Auszeichnung aus dem Jahr 2009 kritisiert.

Die Einweihung markierte einen wichtigen Meilenstein für das Obama Presidential Center auf der South Side von Chicago. Nach Angaben der Obama Foundation beginnen die öffentlichen Besuche heute, am 19. Juni 2026. Die Veranstaltungen des Eröffnungswochenendes werden am 20. und 21. Juni fortgesetzt.

Die Stiftung präsentiert den Campus als weit mehr als ein Museum. Er soll zugleich ein öffentlicher Treffpunkt, ein Ort für politische Bildung und ein gemeinschaftsorientierter Standort sein, der eng mit der Stadt verbunden ist, in der Obama einen großen Teil seines politischen Lebens aufgebaut hat.

Dieser gesellschaftliche Auftrag prägte große Teile der Botschaft des Tages. Das Zentrum wurde sowohl als Dokumentation einer Präsidentschaft als auch als Ort dargestellt, der künftiges öffentliches Engagement fördern soll.

Eine Würdigung seines Vermächtnisses

Michelle Obamas Rede konzentrierte sich vor allem auf die politische Bilanz und den Charakter ihres Ehemanns. Sie lobte „deinen unbeirrbaren Optimismus und deinen unerschütterlichen Mut, deine brillante Intelligenz und deine bescheidene Anständigkeit, deinen enormen Arbeitseinsatz und deine absolut unerschütterliche moralische Integrität“.

Zugleich sagte sie, dass Vermächtnis nicht von Auszeichnungen, Gebäuden oder Reichtum bestimmt werde, sondern von „dem Unterschied, den wir im Leben anderer Menschen bewirken“.

Barack Obama sprach über Demokratie, gesellschaftliche Verantwortung und die Rolle Chicagos bei der Prägung seines Lebens und seiner Karriere, schreibt Newsweek. Seine Ausführungen ordneten das Zentrum in ein breiteres Plädoyer für öffentlichen Dienst und die Pflichten der Staatsbürgerschaft ein.

An der Zeremonie nahmen die ehemaligen Präsidenten Joe Biden, George W. Bush und Bill Clinton teil, ebenso wie Jill Biden, Laura Bush und Hillary Clinton. Auch die ehemalige Vizepräsidentin Kamala Harris war anwesend.

Das Programm verband Politik mit Unterhaltung. Zu den Gästen und Künstlern gehörten unter anderem Bruce Springsteen, Stevie Wonder, John Legend und U2.

Die Gästeliste verlieh der Einweihung den Charakter sowohl eines nationalen politischen Wiedersehens als auch einer kulturellen Feier und spiegelte damit Obamas anhaltenden Einfluss auf die demokratische Politik, das gesellschaftliche Leben und die Popkultur wider.

Quellen: Forbes, Newsweek, The Obama Foundation