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Robin Hoods legendäre Eiche im Sherwood-Wald ist im Alter von 1.200 Jahren abgestorben

The Major oak Sherwood Forest England Robin Hood tree
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Der Verlust eines bekannten Naturdenkmals hat die Aufmerksamkeit erneut darauf gelenkt, wie historische Landschaften geschützt werden. Naturschützer sagen, ihr Niedergang biete wichtige Lehren für den Umgang mit anderen alten Bäumen.

Die Major Oak, die uralte Eiche im Sherwood Forest, die seit Langem mit der Legende von Robin Hood verbunden wird, gilt als abgestorben, nachdem sie in diesem Frühjahr keine neuen Blätter mehr ausgetrieben hat, berichtet die BBC unter Berufung auf den RSPB.

Die Eiche stand in Nottinghamshire in Mittelengland und wurde auf ein Alter von bis zu 1.200 Jahren geschätzt. Ihr gewaltiger Stamm, ihre ausladende Krone und ihre Verbindung zur Folklore machten sie zu einem der meistbesuchten und bekanntesten Bäume Großbritanniens.

Der RSPB, die britische Naturschutzorganisation, die den Sherwood Forest verwaltet, erklärte, der Baum habe seit mehreren Jahren nachgelassen.

Experten gehen davon aus, dass im Laufe der Zeit mehrere Belastungen zusammenwirkten, darunter starker Tourismus, verdichteter Boden, Stützkonstruktionen, Dürre und Hitze.

Jahrelange Belastungen beschädigten die Wurzeln

Über Generationen hinweg versammelten sich Besucher um den Baum, und manche kletterten früher sogar in seinen hohlen Stamm.

Die Höhlung wurde durch Pilzbefall verursacht, auch wenn die Legende sie mit Robin Hoods Versteck in Verbindung brachte.

Später wurde ein Zaun errichtet, um Besucher auf Abstand zu halten. Naturschützer erklärten jedoch, dass der Boden rund um die Eiche bereits stark verdichtet gewesen sei. Dadurch wurde es für die Wurzeln schwieriger, Wasser, Sauerstoff und Nährstoffe aufzunehmen.

People berichtet, Untersuchungen hätten ergeben, dass der umliegende Boden extrem hart und nahezu leblos gewesen sei. Zudem sei das Wurzelsystem kleiner gewesen als erwartet.

Der Baum bleibt stehen

Die Major Oak wird nicht entfernt. Der RSPB erklärte, sie werde als Denkmal stehen bleiben und weiterhin Lebensraum für Tiere bieten, während sie langsam zerfällt.

Abgestorbene und absterbende alte Bäume können Insekten, Pilzen, Vögeln und kleinen Säugetieren als Lebensraum dienen. Ihr Holz gibt zudem Nährstoffe an den Boden zurück und fördert so das Wachstum anderer Pflanzen.

Dame Judi Dench, die für ihr Interesse an alten Bäumen bekannt ist und als Botschafterin des Woodland Trust tätig ist, würdigte die Eiche ebenfalls.

Gegenüber der BBC sagte sie: „Die Major Oak hat mehr als 1.000 Jahre lang unzählige Geschichten, Gedichte, Gemälde und Menschen inspiriert – und war dabei selbst voller Leben und Heimat für eine enorme Vielfalt an Wildtieren.“

Eine umfassendere Lehre für den Naturschutz

Der Berater des Woodland Trust, Ed Pyne, sagte der BBC: „Den Verlust eines solchen Baumes zu erleben, ist immer unglaublich tragisch.“

Er erklärte, die Geschichte und Bekanntheit der Major Oak machten ihren Niedergang besonders bedeutsam, warnte jedoch davor, dass viele andere alte Bäume ähnlichen Belastungen ausgesetzt seien, ohne vergleichbare öffentliche Beachtung zu erhalten.

Die britische Naturministerin Mary Creagh sagte: „Es ist eine traurige Nachricht, dass wir die Major Oak verloren haben, einen geliebten Teil des Sherwood Forest und unseres nationalen Erbes.“

Sie brachte den Verlust mit den zunehmenden Belastungen in Verbindung, die der Klimawandel für Wälder im ganzen Land mit sich bringt.

Für Naturschützer unterstreicht der Niedergang des Baumes die Notwendigkeit eines stärkeren Schutzes alter Bäume, bevor Schäden unumkehrbar werden.

Sie argumentieren, dass alte Bäume nicht nur kulturelle Wahrzeichen sind, sondern auch lebendige Lebensräume, die seltene Arten fördern, Kohlenstoff speichern und Jahrhunderte ökologischer Geschichte bewahren.

Quellen: BBC, People, RSPB