Es sieht nicht gut aus für den Präsidenten.
Donald Trump kehrte ins Weiße Haus zurück und versprach zwei Dinge, die viele Wähler verzweifelt wünschten: niedrigere Lebenshaltungskosten und weniger außenpolitische Konflikte.
Keines dieser Themen scheint ihm derzeit zu helfen.
Eine neue Reuters/Ipsos-Umfrage deutet darauf hin, dass die Amerikaner dem Krieg mit dem Iran zunehmend skeptisch gegenüberstehen, während Trumps Zustimmungsraten auf einige der schwächsten Werte seiner zweiten Amtszeit zurückgefallen sind.
Die Umfrage zeigte wenig Begeisterung für den Konflikt, der nach den US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf den Iran Ende Februar begann.
Nur 24 % der Amerikaner glauben, dass der Krieg seine Kosten wert war.
Die Hälfte der Befragten gab an, der Konflikt sei den gezahlten Preis nicht wert gewesen, während der Rest unsicher war.
Das öffentliche Vertrauen in den Ausgang scheint gleichermaßen fragil zu sein.
Nur 23 % der Amerikaner glauben, dass die Vereinigten Staaten in Bezug auf den Iran nun in einer stärkeren Position sind als vor Kriegsbeginn. Mehr Menschen glauben, dass das Land tatsächlich schlechter dasteht als vor dem Konflikt.
Wenige erwarten dauerhaften Frieden
Trump und der iranische Präsident Masoud Pezeshkian unterzeichneten im Juni ein vorläufiges Abkommen, das darauf abzielt, wichtige Öl- und Gasversandrouten wieder zu öffnen und den wirtschaftlichen Druck auf Teheran zu mindern.
Die globalen Ölpreise fielen nach der Ankündigung schnell.
Dies hat sich nicht in weit verbreitetem Optimismus unter den Wählern niedergeschlagen.
Fast zwei Drittel der befragten Amerikaner gaben an, sie glaubten nicht, dass das Abkommen zu einem dauerhaften Frieden zwischen den beiden Ländern führen werde.
Selbst unter Republikanern scheint das Vertrauen begrenzt zu sein.
Etwa die Hälfte der republikanischen Befragten gab an, sie zweifelten daran, dass das Abkommen einen dauerhaften Frieden herbeiführen werde, während die Skepsis unter Demokraten noch stärker war.
Nur 18 % der Amerikaner gaben an, sie glaubten, ein dauerhafter Frieden sei wahrscheinlich.
Zustimmungsrate sinkt erneut
Die Umfrage wies auch auf breitere politische Herausforderungen für Trump hin.
Seine allgemeine Zustimmungsrate liegt nun bei 34 % und entspricht damit dem niedrigsten Wert, der während seiner aktuellen Amtszeit verzeichnet wurde.
Wirtschaftliche Bedenken bleiben ein wichtiger Faktor.
Nur 22 % der Befragten billigten Trumps Umgang mit den Lebenshaltungskosten, eine der schwächsten Bewertungen seiner Präsidentschaft.
Dieses Thema trug dazu bei, seinen erfolgreichen Wahlkampf 2024 anzukurbeln, in dem er wiederholt versprach, die Inflation zu bekämpfen und die Amerikaner vor kostspieligen Überseekonflikten zu schützen.
Wahlkampfsorgen wachsen
Die Republikaner bereiten sich darauf vor, ihre knappen Mehrheiten im Kongress bei den Zwischenwahlen im November zu verteidigen.
Trumps sinkende Popularität könnte diese Bemühungen erschweren.
Unabhängige Wähler, oft ein entscheidender Wählerblock in umkämpften Wahlkreisen, scheinen der Umfrage zufolge derzeit eher geneigt zu sein, demokratische Kandidaten zu unterstützen als republikanische.
Auch die Einwanderungszahlen des Präsidenten sind gesunken.
Nur 37 % der Amerikaner gaben an, sie billigten seinen Umgang mit der Einwanderung, was einen weiteren Tiefpunkt während seiner zweiten Amtszeit darstellt.
Ein schwieriger politischer Balanceakt
Das Weiße Haus hat argumentiert, dass das Abkommen mit dem Iran einen Fortschritt darstelle und verweist auf fallende Ölpreise als Beweis dafür, dass die Strategie funktioniere.
Viele Wähler scheinen jedoch unüberzeugt zu sein.
Höhere Benzinpreise, anhaltende Inflationssorgen und die Ungewissheit, ob der Waffenstillstand halten wird, haben zusammen ein politisches Umfeld geschaffen, in dem Trumps außenpolitische Erfolge weit weniger Anerkennung finden, als seine Regierung möglicherweise gehofft hatte.
Angesichts der bevorstehenden Zwischenwahlen und des schwindenden öffentlichen Vertrauens entwickelt sich der Iran-Konflikt zunehmend zu einer innenpolitischen Herausforderung, ebenso wie zu einer internationalen.